Mögliche Bombenfunde in Gräfrath – Am Montag können Behinderungen drohen

Solingen/ In Gräfrath liegen nahe der Straße Roggenkamp möglicherweise zwei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Luftbildauswertungen durch die Bezirksregierung Düsseldorf haben zumindest zwei Verdachtsfälle ergeben. Die Punkte liegen etwa 75 Meter auseinander. Um zu prüfen, ob wirklich Blindgänger im Boden liegen, werden am kommenden Montag, 20. November, Sondierungsbohrungen vor Ort stattfinden. Damit ist eine Fachfirma von auswärts beauftragt.

Archivfoto: Lars Schulz

Sollte sich der Verdacht bestätigen und eine Entschärfung oder gar eine Sprengung notwendig werden, müsste in einem entsprechend großen Radius ein Sperrkreis eingerichtet werden. Innerhalb dieses Kreises wären dann sämtliche Anwohner zu evakuieren. Auch die Zu- und Durchfahrt für den Straßenverkehr wäre dann während der Sperrung nicht möglich.

Bezirksregierung, Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei treffen derzeit sämtliche Vorbereitungen für diesen Eventualfall. Die Gräfrather im betroffenen Gebiet sind am Mittwochmorgen durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes sowie durch Handzettel, die in den Briefkästen verteilt wurden, über die Situation informiert worden. Auch die zahlreichen Betriebe hat das Ordnungsamt unterrichtet. Der Großteil des Gewerbegebiets Piepersberg ist betroffen.

Eine zeitliche Vorhersage, wann am Montag Klarheit herrscht oder ob sich die Untersuchungen womöglich sogar bis in den Dienstag ziehen können, sind derzeit nicht möglich. Alle betroffenen Anwohner werden gebeten, Vorsorge zu treffen, wo sie sich im Falle einer Sperrung bis zur Entwarnung aufhalten können. Auch das Kunstmuseum Solingen an der Wuppertaler Straße wird dafür gegebenenfalls Räume zur Verfügung stellen.

Für den Verkehr ist im Falle der Sperrung mit erheblichen Behinderungen zu rechnen. Denn dann ist die Wuppertaler Straße aus Richtung Stadt kommend ab Höhe Schulstraße nicht mehr befahrbar, dasselbe gilt aus Richtung Vohwinkel kommend ab der Einmündung Piepersberg. Der Verkehr muss dann über die Nebenstraßen umgeleitet werden. Da diese für eine derartige Last nicht ausgerichtet sind, wird dringend empfohlen den Bereich in Richtung Wuppertal oder aus Richtung Wuppertal kommend weiträumig zu umfahren. In und aus Richtung Düsseldorf (A 46) würde dasselbe gelten. Die Polizei wird dann über den Westring umleiten. Großräumiges Umfahren wird aber in jedem Fall empfohlen.

Sollte es bei einem Bombenfund zur Sperrung und zur Evakuierung kommen, ist am Montag ein Bürgertelefon geschaltet: Unter der Rufnummer 290 – 2900 erhalten die Anwohner dann weitere Informationen.

Möglicher Evakuierungsradius in Gräfrath (Foto: Stadt Solingen)

Erstellt von am 15.11.2017.

Ein Kommentar Mögliche Bombenfunde in Gräfrath – Am Montag können Behinderungen drohen

  1. Bernd Dinow

    15/11/2017 bei 23:16

    Hoffentlich bleibt die Melanchthonstraße für diese Zeit offen. Laut Planung soll die ja auch ab dem 20.11. gesperrt sein.