Schlimmer Verdacht gegen Solinger Hausarzt

Solingen/ Ein Hausarzt aus Solingen-Aufderhöhe ist durch eine Strafanzeige und den Facebook-post einer jungen Frau im sozialen Netzwerk „Facebook“ in das Visier der Kriminalpolizei geraten.

Bild: Archiv

Die junge Solingerin sei seit vielen Jahren Patientin des angesehenen Mediziners in Aufderhöhe gewesen und sie berichtete über wiederholte sexuelle Belästigungen während der Untersuchungen in der Praxis des Arztes.

So soll der Hausarzt sie in unangemessener Art und Weise an den Brüsten berührt haben und bei einer Untersuchung ohne Grund ihren Slip beiseite geschoben haben.

Sie habe sich entschlossen, Anzeige zu erstatten und die Öffentlichkeit darüber zu informieren um ggf. andere Frauen zu schützen und zu ermutigen, sich ebenfalls gegen mögliche Belästigungen zur Wehr zu setzen.

Am letzten Dienstag habe sie die Ärztekammer Nordrhein über die Vorgänge informiert.

Pressesprecherin der Polizei bestätigt Strafanzeige

Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte Polizeisprecherin Anja Meis von der Kreispolizeibehörde Wuppertal, dass gegen einen Arzt aus Solingen-Aufderhöhe eine Strafanzeige wegen des Verdachtes eines Sexualdeliktes vorliegt. In den vergangenen Jahren soll es bereits ähnliche Ermittlungen seitens der Staatsanwaltschaft gegen den Mediziner gegeben haben. Zu dem Ergebnis dieser Ermittlungen oder möglichen Verurteilungen konnte die Pressesprecherin keine Angaben machen.

Das Verfahren wurde zur weiteren Bearbeitung an die zuständige Staatsanwaltschaft in Wuppertal abgegeben.

Polizei sucht weitere Zeugen

Ebenfalls betroffene Personen können sich jederzeit an die Kriminalpolizei in Wuppertal unter der Telefonnummer 0202 / 284-0 wenden oder an jede andere Polizeidienststelle. Auf Wunsch stehen besonders geschulte, weibliche Polizeibeamtinnen für ein Gespräch zur Verfügung.

Erstellt von am 23.10.2017.

Ein Kommentar Schlimmer Verdacht gegen Solinger Hausarzt

  1. Stephan Sellner Antworten

    23/10/2017 bei 14:35

    Ich hoffe dass mehr Betroffene den Mut finden sich zu wehren und Anzeige erstatten.

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