Siedlung Böckerhof kämpft um Erhalt der Grünanlagen

Solingen/ In den vergangenen Tagen sind die Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung Böckerhof von der Ankündigung des Spar- und Bauvereins überrascht und erschreckt worden, dass in ihren grünen, parkähnlich gestalteten Innenhöfen Autoabstellanlagen geplant sind.

In ersten Gesprächen unter Nachbarn ist erhebliche Kritik an dem Vorhaben selbst, aber auch an unzureichenden Informationen durch die Genossenschaft und fehlenden Beteiligungsmöglichkeiten formuliert worden.

Bild: Christine Dämgen

Um die Ablehnung des Vorhabens deutlich zu machen, wurde ein Aufruf mit dem Titel „Für den Erhalt unserer Grünanlagen“ verfasst, den inzwischen rund 250 Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung unterzeichnet haben. Vorstand und Aufsichtsrat des Spar- und Bauvereins werden darin aufgefordert, „alle Planungen für den Bau von Autoabstellanlagen in den begrünten Innenhöfen der Siedlung Böckerhof einzustellen und diese dauerhaft in ihrer jetzigen Form als grüne Orte der Ruhe und Erholung zu erhalten“.

Um mit dem Vorstand des Spar- und Bauvereins in einen Dialog über die geplanten Eingriffe in das grüne Wohnumfeld zu treten und noch Veränderungen an diesen Plänen zu erreichen, wurde ein kurzfristiger Gesprächstermin erbeten, bei dem auch die Unterschriften übergeben werden sollten. Leider hat der Vorstand mitgeteilt, dass er zu einer frühzeitigen Anhörung der Bewohnerschaft nicht bereit ist und stattdessen die Angelegenheit zunächst nur intern und mit dem Aufsichtsrat diskutieren will.

Aus Sorge um den Erhalt der über Jahrzehnte entstandenen grünen Innenbereiche mit ihren alten Bäumen und den zahlreichen dort lebenden Tierarten, will sich die Bewohnerschaft nun verstärkt an die Öffentlichkeit wenden. „Nachdem unser Gesprächsangebot vom Vorstand des SBV abgelehnt wurde, hoffen wir, dass es uns auf diese Weise gelingt, unser Anliegen in die Entscheidungsfindung einzubringen“, begründet Christine Dämgen, eine der Mitverfasserinnen des Aufrufes, diesen Schritt.

Als erstes positives Signal kann die Ankündigung des Aufsichtsratsvorsitzenden des SBV, Hans-Werner Bertl, gewertet werden, dass keine Beschlüsse ohne eine Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner gefasst werden sollen.

Erstellt von am 01.07.2017.

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