Koalition der Unanständigen will sich über die Landtagswahl retten

Mit Nebelkerzen sollen Eltern ruhig gestellt werden

Solingen/ Großer Andrang herrschte am vergangenen Sitzungstag des Schulausschusses. Bis auf den letzten Platz gefüllt, war der kleine Kammermusiksaal. Eltern und Schüler der Hauptschule Central hatten sich eingefunden, um sich aus erster Hand über die Beratungen der Politik zur Zukunft ihrer Schule zu informieren.

Foto: privat

Geht es nach dem Willen einer kleinen Clique um OB Kurzbach (SPD) und Schuldezernentin Dagmar Becker (B90/Grüne) sollen die Schüler an die Krahenhöhe umziehen. Quer durch die gesamte Stadt, zu einer Schule, an der es nicht gerade freundlich zugeht, glaubt man den betroffenen Schülern.

Machte auf der Sitzung des Schulausschusses eine schlechte Figur. Schuldezernentin Dagmar Becker (B90/Grüne)

Bereits 2012 wurde an gleicher Stelle beschlossen, die Hauptschule Central zugunsten einer Sekundarschule aufzugeben. Der Wille der Politikdamals: beider Schulen sollen nebenher existieren, bis die letzten Schüler ihren Abschluss gemacht haben.

Offenbar hatten die Politiker 2012 ihren Willen nicht so ganz verständlich formuliert. Die Formulierung, so heißt es heute, lasse Raum für Interpretationen. Den Schülern und auch den Eltern war ein möglicher Umzug an einen anderen Standort erst vor kurzem mitgeteilt worden. Seither regt sich widerstand. Neben Klagen durch Eltern hatte in der vergangenen Woche die Schulkonferenz, und damit die Schule selber beschlossen, Klage beim zuständigen Verwaltungsgericht einzureichen.

Schulpolitik und Landtagswahl

Der Schulstandort der von den Grünen damals durchgedrückten Sekundarschule ist im Gerede. Das Zustandekommen war seiner Zeit bereits ungewiss, mangels Anmeldungen. Da wundert es nicht, dass die öffentliche Diskussion den Protagonisten sehr unangenehm ist. Für Dreharbeiten des WDR zum Umzug ließ man sogar die Kinder auf einen Ausflug verschwinden und das Schild „Sekundarschule“ durch den Hausmeister abmontieren.

Ohne Frage, die Art des Rathauses mit Kindern umzugehen schlägt hohe Wellen und die Landtagswahl steht vor der Türe. Dies veranlasst wohl so manchen Politiker auch zu unkonventionellen Methoden.

Die Betreiber der Bergischen Ganztagsschule wissen von den Plänen der Politik nur aus der Zeitung

In einer aktuellen Anfrage versuchen die Grünen nun den Eindruck zu erwecken, ein Umzug zur nur wenige Meter entfernten und privat betriebenen Bergischen Ganztagsschule sei möglich. Für die privaten Betreiber, die Eheleute Althoff, ein Ding der Unmöglichkeit: „Von den Plänen haben wir aus der Zeitung erfahren. Bei uns hatte sich niemand gemeldet“.

Die private Ganztagsschule schließt, da die Eheleute Althoff in den Ruhestand gehen. „Wir haben schon Anfragen für das Gebäude, aber noch ist nichts konkret“. Fakt ist wohl, dass ein Umzug nicht in Frage kommt. Auch die ebenfalls ins Spiel gebrachte Elsa-Brandström-Straße kommt nach Solinger Bote Informationen nicht in Frage.

Weshalb die Kinder überhaupt umziehen sollen ist derweil noch immer unklar. Am Platz jedenfalls liegt es nicht und auch die Bezirksregierung hält einen weiterbetrieb am jetzigen Standort für möglich. Allerdings geht ein Gerücht um, in Solingen: Die Schulleitung an der Krahenhöhe könnte befördert werden (Mehr Schüler – > Mehr Geld). Nachfragen unserer Zeitung dazu wurden indes noch nicht beantwortet.

Erstellt von am 13.05.2017.

Ein Kommentar Koalition der Unanständigen will sich über die Landtagswahl retten

  1. Eulenspiegel

    13/05/2017 bei 19:09

    Wenn der letzte Absatz tatsächlich stimmt, dann sollte mal das „Frauenforum“ beleuchtet werden. das stinkt ja quasi nach einer Mauschelei von Frau Sack-Müllmann und Frau Raffzahn-Watzlawek, oder wie die heißen.