Arbeitslosenquote sinkt auf 9,0 Prozent im bergischen Städtedreieck

Solingen/Berg.-Land Unbeeindruckt von den Ferien setzt sich die bereits im Februar und März begonnene Belebung auf dem Arbeitsmarkt im bergischen Städtedreieck im April fort. Der frühe Aufschwung lässt den heimischen Arbeitsmarkt im April deutlich besser dastehen als vor einem Jahr, als noch über 1.200 Personen mehr arbeitslos waren.

Archivfoto: B. Glumm

Neben den günstigen Witterungsbedingungen und dem verstärkten Einsatz arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen liegt dies auch an den optimistischeren Konjunkturerwartungen der Unternehmen und der Beruhigung in der Zuwanderungsentwicklung. So sind im April in allen drei Städten Ende April weniger Menschen arbeitslos. Auch die Jugendarbeitslosigkeit ist wieder gesunken.

Viele der jungen Menschen, die in den letzten beiden Monaten zunächst nach beendeter Ausbildung nicht übernommen wurden und sich arbeitslos meldeten, haben bereits wieder Arbeit gefunden. Dies beweist, wie aufnahmefähig der bergische Markt für ausgebildete Fachkräfte ist“, erläutert Martin Klebe, Chef der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen.

Entwicklung der Arbeitslosigkeit

Im bergischen Städtedreieck sinkt die Arbeitslosigkeit im April auf nun 28.873 arbeitslose Frauen und Männer. Damit sind aktuell 766 Menschen weniger arbeitslos als im März und sogar 1.235 Personen weniger als vor einem Jahr. Dieser Rückgang ist deutlich höher als im Durchschnitt der letzten drei Jahre, in denen die Arbeitslosigkeit im April im Vergleich zum März nur um rund 387 Personen sank.

Die Arbeitslosenquote für die drei Städte sinkt von 9,2 Prozent im März auf aktuell 9,0 Prozent (April 2016: 9,4 Prozent). Von der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal wurden im April insgesamt 7.737 Männer und Frauen ohne Job im Rechtskreis SGB III betreut. Das sind 297 Personen weniger als im März, aber 404 mehr als vor einem Jahr.

Im Rechtskreis SGB II, für den die Jobcenter zuständig sind, wurden in Solingen, Remscheid und Wuppertal 21.136 Arbeitslose betreut und damit 469 weniger als im März und 1.639 weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn werden Personen, die zusätzlich zu ihrem Arbeitslosengeld Hilfe vom Jobcenter in Anspruch nehmen, die sogenannten Aufstocker, vermittlerisch von den Arbeitsagenturen und nicht mehr von den Jobcentern betreut. Im bergischen Städtedreieck waren rund 500 Personen von diesem Wechsel der Betreuung betroffen. Dadurch werden im Vergleich zum letzten Jahr mehr Kunden bei der Arbeitsagentur und weniger beim Jobcenter betreut.

Unterbeschäftigung

Regelmäßig weist die Bundesagentur für Arbeit die Unterbeschäftigung aus. Hier werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die als Teilnehmer arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen wie Integrationskursen oder aus sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden.

Zählt man alle Personen, die im April eine Erwerbstätigkeit anstreben, zu den gesetzlich definierten Arbeitslosen von 28.873 in den drei Städten hinzu, ergibt sich eine „Unterbeschäftigung“ von 47.224 Personen. Dies sind aktuell 247 weniger als im März, aber 1.476 mehr als vor einem Jahr. Diese insgesamt 18.351 Personen, die aktuell zusätzlich zu den 28.873 Arbeitslosen im Bergischen Städtedreieck in der Statistik der Unterbeschäftigung erfasst sind, teilen sich unterschiedlich auf die drei Städte auf: 14.070 Personen in Wuppertal, 2.517 in Solingen und 1.764 in Remscheid.

Die Unterbeschäftigungsquote im Bergischen Städtedreieck beträgt wie im letzten Monat aktuell 14,2 Prozent, im April 2016 betrug diese noch 13,8 Prozent. In der Unterbeschäftigungsquote bildet sich der unterschiedlich starke Einsatz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente der drei Jobcenter ab.

Der Arbeitsmarkt in Solingen

Im April sind in Solingen 7.176 Menschen arbeitslos gemeldet, 327 weniger als im März und 416 Personen weniger als im April vor einem Jahr.
Die Arbeitslosenquote sinkt von 8,8 Prozent im März auf aktuell 8,4 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 9,0 Prozent.
Die Arbeitslosigkeit ist gesunken, weil im April mehr Personen ihre Arbeitslosigkeit beendeten (1.620 Personen) als sich neu oder erneut arbeitslos meldeten (1.298 Personen). Im Vergleich zum letzten Jahr begannen mehr Menschen eine Ausbildung / Maßnahme.

Arbeitgeber meldeten im April 465 freie Arbeitsstellen in Solingen. Insgesamt werden in Solingen damit 1.326 Arbeitskräfte gesucht, das sind 371 Stellen oder 38,8 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Aktuell werden insbesondere folgende Arbeitskräfte von den Solinger Unternehmen gesucht: 82 Fachkräfte Dialogmarketing, 51 Bürofachkräfte, 50 Helfer Metallbearbeitung, 42 examinierte Altenpfleger, 35 Altenpflegehelfer, 33 Krankenpfleger, 29 Fachkräfte elektrische Betriebstechnik, 27 Maurer, 25 Helfer Kunststoff- und Kautschukherstellung, 25 Krankenpflegehelfer, 22 Fachkräfte Metallbearbeitung, 22 Fachkräfte spanende Metallbearbeitung, 22 Helfer Lagerwirtschaft, 22 Fachkräfte Lagerwirtschaft sowie 20 Buchhalter.

Erstellt von am 03.05.2017.

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