LKW-Chaos in der Hofschaft Keusenhof

Solingen/ Dröhnende Motoren, Dieselabgase in der Luft und stundelange Sperrungen der Zufahrtswege – das war das Ergebnis der Irrfahrt eines Lkw-Fahrers aus Aachen am frühen Donnerstagnachmittag in der beschaulichen Hofschaft Keusenhof in Solingen-Ohligs.

Foto: Lars Schulz

Bis 13.00 Uhr war die Welt noch in Ordnung in der idylisch gelegenen Hofschaft unweit der Kottendorfer Straße in Ohligs.  Dann schreckte Anwohnerin Claudia N. (Name von der Redaktion geändert) am Mittagstisch auf. Es gab einen lauten Knall und ein Motor heulte auf.

Eine Lkw-Zugmaschine mit 30-Tonnen-Auflieger hatte beim verbotswidrigen Befahren des Keusenhofes einen zur Absicherung abgelegten Felsblock gerammt und diesen gegen ein Wohnhaus geschoben. Es gab für den Fahrer der Zugmaschine kein weiterkommen mehr. Er hing in der engen Durchfahrt zwischen zwei Häusern und einem Bauernhof fest.

Foto: Julian Stock

Nachdem die von den Anwohnern alarmierte Polizei den Vorfall aufgenommen hatte wurde ein Spezialunternehmen zur Bergung des Lkw angefordert.

Josef „Sepp“ Vukan und sein Kollege Benno Stegmann-Haase von der Firma Fangmann GmbH staunten nicht schlecht, als sie mit ihrem Lkw-Abschlepper die Hofschaft erreichten. „Wir waren schon mehrmals hier“ so „Sepp“ Vukan im Gespräch mit unserer Redaktion, „aber so schlimm hatte sich hier noch nie jemand festgefahren“ war sein Resümee nach der ersten Begutachtung der Einsatzstelle.

Mit viel Geduld und noch mehr Fingerspitzengefühl konnten die beiden Bergungs-Spezialisten schließlich die Zugmaschine samt Auflieger befreien und aus der Engstelle herausschleppen. „Sepp“ Vukan und sein Kollege haben weit mehr als dreißig Jahre Erfahrung im Bereich Bergung und Abschleppung von Fahrzeugen aller Art. „Diese Erfahrungen sind ganz wichtig, um ohne weitere Schäden verunglückte Fahrzeuge zu bergen“ so Vukan weiter.

Foto: Lars Schulz

Nach fast drei Stunden war das Fahrzeug befreit und Ruhe und Frieden kehrten zurück in die frühlingshafte Idylle der schönen Hofschaft im Herzen von Ohligs.

Allerdings waren einige Anwohner stinksauer über das Fahrmanöver des Lkw-Fahrers. „Die Stadt hat doch unübersehbare, sehr große Verbosschilder an den Zufahrten Richtung Keusenhof aufgestellt. So dusselig kann doch eigentlich niemand sein“ so ein sichtlich verärgerter Anwohner an der Einsatzstelle.

Den Fahrer des Lkw erwartet nun eine Anzeige der Polizei und vermutlich eine Geldstrafe für sein Fehlverhalten.

Zum Sachschaden an dem Haus konnten vor Ort keine Angaben gemacht werden.

Galeriefotos: Lars Schulz

 

Erstellt von am 14.04.2017.

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