Tim Kurzbach duckt sich weg

Ein Kommentar von Carsten Stoffel

Kinderlärm ist Zukunftsmusik, heißt es oft. Doch welche Zukunft haben Kinder, denen man kurz vor ihrem Abschluss das vertraute Lernumfeld nimmt und ihnen damit den Boden unter den Füßen wegzieht? Von den alltäglichen Problemen, wie zum Beispiel den Erwerb des Schockotickets, um in die weit entfernte Schule zu kommen, will ich hier gar nicht sprechen.

Eltern, Schüler und Lehrer wollen für das letzte Jahr der Hauptschule Central an ihrem Standort bleiben. Bisher haben Lehrer der Sekundarschule ausgeholfen, weshalb geht dies nun nicht mehr? Allein die Tatsache, dass sich lediglich die Grünen zu den Vorgängen äußern gibt ein fragwürdiges Bild ab. Sollte sich herausstellen, dass es möglicherweise noch andere, monetäre Interessen gibt, wäre dies ein weiterer Fall von politischer Korruption, der aufgeklärt werden muss.

Und bei alledem, wo ist unser Oberbürgermeister? Ich gönne ihm ja seine Selbsterfahrung auf dem Müllauto, oder dem Feuerwehrauto. Einzig es genügt nicht, immer ein hübsches Gesicht für die Kameras zu machen. Ein Steuermann muss auch bei rauer See am Ruder stehen. Im Moment jedenfalls wirkt es so, als wäre der Oberbürgermeister nur für die Verkündung froher Botschaften erreichbar. Er duckt sich vor Problemen weg.

Erstellt von am 01.04.2017.

2 Kommentare Tim Kurzbach duckt sich weg

  1. mike Antworten

    01/04/2017 bei 18:37

    Hallo Carsten! Daumen hoch, endlich mal jemand der seinen Mund auf macht und sag was andere Bürger längst denken , und das nicht nur zu Thema Hauptschule. es gibt noch fiel mehr Probleme in Solingen. aber auch hier macht der liebe Herr kurzbach die drei Affen nichts sagen, nichts hören und schon gar nichts sehen !

  2. schlafmütze Antworten

    05/04/2017 bei 22:55

    das sind 15-jährige Heranwachsende… von wegen Kinderlärm.
    Coole 15-Jährige sollten doch wohl einen Ortswechsel wegstecken können. Ihnen bleiben ihre vertrauten Mitschüler und Lehrer erhalten. Nur der Klassenraum sieht anders aus. Na und?
    Viele der „Kinder“ wohnen in der City. Also, gar nicht mal weiter weg zum neuen Schulgebäude als vorher. Wo ist das Problem?
    Wie viele kleine Grundschüler mussten wegen Umbauarbeiten oder Schimmelbefall in andere Gebäude ausweichen? Die haben das locker weggesteckt. Aber die 15-jährigen heulen Krokodilstränen und die Eltern müssen Anwälte bemühen? Verkehrte Welt.

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