Solingen: FDP trauert um Bernd Paßmann

Solingen/ Mit tiefer Betroffenheit und in großer Trauer müssen die Solinger Freien Demokraten Abschied nehmen von Bernd Paßmann, der heute morgen im Alter von 77 Jahren verstorben ist.

Foto: Friedensdorf International e.V. / Uli Preuß

Paßmann hat die Entwicklung der FDP in Nordrhein-Westfalen seit Jahrzehnten miterlebt und mitgestaltet, zunächst vor allem in Solingen. Dort trug er seit Mitte der 60er Jahre Verantwortung: zu Beginn als sachkundiger Bürger, als Ratsmitglied zwischen 1969 und 1994, als Bürgermeister in Solingen von 1975 bis 1984 und 1993/1994 als Fraktionsvorsitzender im Rat. Von 1974 bis 1981 war Paßmann Kreisvorsitzender der FDP in Solingen. Der zweite kommunalpolitische Bereich, in dem Paßmann sich engagiert hat, ist die Landschaftsversammlung Rheinland. Hier war er lange Jahre unter anderem als Vorsitzender der FDP-Fraktion tätig.

Paßmann war von 1975 bis 1989 Vorsitzender des Ausländerbeirats in Solingen, von 1999 bis 2004 Vorsitzender des entsprechenden Ausschusses im Rat der Stadt Solingen. Darüber hinaus war Paßmann als Vorsitzender des Türkisch-Deutschen Freundschaftsvereins in Solingen aktiv und leitete als stellvertretender Bundesvorsitzender die Geschicke der Deutsch-Türkischen Freundschaftsföderation. Er hat sich immer für die Integration von Zuwanderern und Migranten engagiert und zwar zu einer Zeit, als die Notwendigkeit einer Integrationspolitik den meisten noch unbekannt war.

Der FDP Politiker war 25 Jahre lang Vorsitzender der Aktion „Friedensdorf e.V.“ in Oberhausen, die er als „zentrales soziales Projekt“ bezeichnete. Die Aktion, hat das Ziel, das Leid von Kindern in aller Welt zu lindern. Aus der Aktion Friedensdorf ist mittlerweile eine Aktion geworden, die jährlich über 1000 schwer verletzte Kinder aus Krisengebieten zur medizinischen Hilfe nach Deutschland holt.

Als Anerkennung für seine Verdienste erhielt Bernd Paßmann 2007 den „Bergischen Löwen“ des FDP Bezirksverbandes Düsseldorf.

Erstellt von am 17.02.2017.

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