Meister, Meister, Jägermeister…

Peter Nied

Peter Nied

Wenn er die Bühnen dieser Republik betritt, geraten die Massen in Verzückung. Diese Mischung von Papst bei der Ostermesse, dem Bhagwan bei der Wochenpredigt oder Madonna bei einem Zusatzkonzert. Schulz ist da! Der Wahlkampf ist eröffnet, die Tränen fließen und Chöre brüllen:“Meister, Meister, Meister!“

Katarina Barley als Generalsekretärin der SPD sagt den Meister an und ist sichtlich erregt (mit dem Gesichtsausdruck wäre sie im Beverly glatt umsonst rein gekommen). Es sind alles nur Berichte Dritter, und wir wissen auch nicht, ob Schulz wirklich vor einem kleinen Kreis Auserwählter auf der Raststätte Ohligs gesprochen hat.

Bereits in Berlin betonte der Meister, dass Gerhard Schröder Deutschland gut getan hat. Damit könnten wir an dieser Stelle eigentlich schon aufhören. Und da erhalten wir auch schon Auszüge aus seiner Solinger Rede:“…und wenn hier überall Hundeköttel auf den Bürgersteigen liegen, dann geht es nicht gerecht zu in Solingen!

Und wenn hier Einkaufspassagen den Eindruck vermitteln, es wär ein Tierfriedhof ohne Tiere, dann geht es nicht gerecht zu in Solingen.

Und wenn die Stadt in Aufderhöhe meint, 18 Meter wären überhaupt keine 18 Meter, dann geht es nicht gerecht zu in Solingen.

Und wenn sich hier gewisse Leute eine eigene Hofberichterstattung halten, dann geht es nicht gerecht zu in Solingen.

Bald soll die komplette Raststätte im Nebel gelegen haben aber der Beifall soll gigantisch gewesen sein. Dann trat die Mischung von Minion und Frühstücksei von er Bühne und entschwand auf einer der Autobahnen, die er ja neu bauen will.

Der Meister, oder doch nur ein Albtraum?

Erstellt von am 16.02.2017.