Solingen: Schwere Führungskrise bei den Maltesern

Solingen/ Ein heftiger Paukenschlag trifft die Malteser, mitten in einer schweren Krise der Hilfsorganisation. Drei Mitglieder des Ortsvorstandes, darunter Malteser-Chef Sascha Küll und Pressesprecherin Cornelia Weck-Stephan, treten nach SB Information von ihren Ämtern zurück. Auch der erst seit wenigen Wochen amtierende Zugführer des Katastrophenschutzzuges, Christian Horn, sei in die Wüste geschickt worden.

21.06.16_Malteser_Klingenmuseum_29 (Copy)

Hintergrund der Rücktritte sollen interne Streitigkeiten sein. Demnach ist der inzwischen eingesetzte Zugführer, Daniel Schwarz, maßgeblich an den Streitigkeiten beteiligt. Auch der Umgang untereinander soll nicht zimperlich sein. Von privater Nutzung der Dienstfahrzeuge und Mobbing sei die Rede.

Wie es jetzt weiter geht ist unklar. Es müsse geklärt werden, wer die Nachfolge von Malteser-Chef Küll antreten kann, der das Amt gute sieben Jahre innehatte.

Auch der Katastrophenschutz auf dem Prüfstand ?

Wie aus Malteser-Kreisen zu erfahren war, sei auch der Bereich des Katastrophenschutzes auf dem Prüfstand. Ob die Halle auch in Zukunft gehalten werden kann, sei fraglich. Möglicherweise löst sich so auch das Raumproblem des ASB, hieß es hinter vorgehaltener Hand.

Während die sozialen Dienste, wie das Foodsaving und der Kältebus funktionierten, kämen die Klagen überwiegend aus dem Bereich der Katastrophenschützer. Zudem, so hieß es, sei der Katastrophenschutz ohne den Rettungsdienst ein reines Zuschussgeschäft.

Offiziell wollte niemand etwas zu den Vorwürfen sagen. Kein Kommentar, hieß es.

Erstellt von am 10.02.2017.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *