Gestern noch auf hohen Rossen, heute durch die Brust geschossen

Peter Nied

Peter Nied

Solingen/ Peng, schon haben wir wieder die schönste Debatte um ein weiteres Verbot. Es geht nicht direkt um Solingen, das Theater haben wieder einmal die Kölner.

Kurz gesagt, die Tierfreunde wollen Pferde in den diversen Karnevalszügen verbieten. Sie wollen nicht, dass die Pferde da mitgehen. Jetzt ist dicke Lippe im Pferdestall angesagt. Die kotzen Hafer vor Wut. In Köln sind insgesamt 350 Hottas betroffen. Die Freunde der vier Hufe wollen den Tieren nicht den Stress zumuten. Und außerdem würden die Pferde morgens um vier schon mit Medikamenten sediert. Ob es sich da nicht eher um die Roten Funken handelt?

Warum geht das eigentlich alles über die Mähne der Betroffenen hinweg? Hat man eigentlich die Pferdinnen und Pferder einmal selbst gefragt? Und wenn dieses Klientel konsequent wäre, dann würden sie auch bunte Zirkuspferde (wie Claudia Roth) auf den Index stellen.

Solingen hat seine Lösung bereits gefunden. Aufgrund des dauernden Regenwetters vor Ort gibt es in unseren Karnevalszug ausschließlich Heupferde. Vielleicht auch noch Seepferde. Wem das nicht gefällt, der kann ja auch selbst als Pferd gehen. Einige kann ich mir direkt als Pferd vorstellen. Die Polizei darf natürlich Pferde im Karneval einsetzen, betont Innenminister Jäger. Die hätten ja auch Blaulicht.

Und in der Domstadt wird es auch an Karneval trotz aller Unkenrufe nafri (nüstern aufblähende Pferde reiten illegal) im Zug geben!

Tärä, tärä, tärä.

Erstellt von am 22.01.2017.