Gasthaus Schaaf startet mit AJK ins neue Jahr

Solingen/ Am Freitag, 6. Januar, startet das Gasthaus Schaaf um 20.40 Uhr mit der Band AJK aus Köln ins neue Jahr.

Foto: AJK Wer in die Musik des 2013 gegründeten Kölner Quartetts AJK eintaucht, wird auf eine geradezu wagemutige stilistische Bandbreite stoßen. Im musikalischen Kosmos des Vierers regieren nämlich sowohl Blues, Oldtime Jazz und Swing, als auch Progressive Rock, Art- und Hard Rock.

Foto: AJK

Wer in die Musik des 2013 gegründeten Kölner Quartetts AJK eintaucht, wird auf eine geradezu wagemutige stilistische Bandbreite stoßen. Im musikalischen Kosmos des Vierers regieren nämlich sowohl Blues, Oldtime Jazz und Swing, als auch Progressive Rock, Art- und Hard Rock. Das mag sich nach Überforderung anhören, klingt aber nicht so. Denn die aus erstklassigen, langjährig erfahrenen Musikern bestehende Combo um Sänger und Pianist Alexander J. Krienke präsentiert eine originelle, vielschichtige und durchweg unterhaltsam inszenierte Lesart der verschiedenen Stile. Bester Beleg dafür ist What’s Good For You, ihr 2015 bei 7us-Music erschienenes Debütalbum.

„Crossroads“ etwa ist halluzinogener, mit schimmernden Pianoklängen veredelter Blues Rock, „Suddenly“ theatralischer Art Rock, gekleidet in vollmundige Melodiebögen voller augenzwinkerndem Pathos und extrovertierter Dramatik. Das Titelstück, angereichert mit knackigen Bläsersätzen, stolziert mit lasziver Leichtigkeit auf dem Grad zwischen Glam Rock und Gospel. Und „Holiday in Cambodia“, die zynische PostPunk-Hymne der Kalifornier Dead Kennedys, kommt daher als süffisant rockende Swingnummer. Aufgenommen wurde die Scheibe im Tonstudio von Produzent Michael Newiger, der den vierzehn Songs einen organischen, wundersam wuchernden Klang verpasst hat – ganz im Geiste des Sounds der Siebziger. AJK zelebrieren ihr unbefangenes Spiel mit Versatzstücken der Musikgeschichte derart enthusiastisch, dass das Ergebnis weit mehr ist als die Summe seiner Teile.

So wie Carl Orff mit seiner Vertonung der Carmina Burana ein Mittelalter frei nach seinen Vorstellungen erschuf, kreieren AJK mit ihrer Musik eine ebenfalls frei erfundene Vision der späten Sechziger und frühen Siebziger: Auf den ersten Blick auf Vergangenes verweisend, entpuppen sich die Songs der Formation als fantastische, vom Kontext ihrer Einflüsse losgelöste Kompositionen. Sie sind zu Klang gewordener Steampunk. AJK wissen, dass geballte Gefühle einen Gegenpol brauchen, damit sie nicht im Kitsch kentern. Es ist die Gratwanderung zwischen Pathos und Bescheidenheit, zwischen großer Rockmusik und introvertiertem Singer-Songwritertum, die jeden Hördurchgang von What’s Good For You zu einer Entdeckungsreise macht.

Als Liveact konnte sich AJK seit Anfang 2015 überregional einen hervorragenden Namen machen.

Nach einem Besetzungswechsel an Bass und Gitarre besteht die Band seit Juni 2016 aus

Alexander Krienke Piano/Gesang

Dirk Mies, Gitarre/Gesang

Thomas Fritze, Bass

Jens Olaf Mayland, Schlagzeug, Gesang.

Momentan arbeitet die Band an ihrem 2. Album, das 2017 erscheinen wird.

Weitere Informationen unter http://www.ajk-music.com/

Erstellt von am 02.01.2017.