Solingen: 19. Gefäßtag im Clemenssaal

Solingen/ „Durchblutungsstörungen der Arterien und Venenleiden“ sind das Thema des 19. Solinger Gefäß- tages. Ein informatives Programm mit Vorträgen, Anschauungsmaterial, Tests und Untersuchungen erwartet die Besucher am Samstag, dem 12. November, von 9.45 bis 12.00 Uhr im Clemenssaal.

Foto: Städt. Klinikum Solingen

Foto: Städt. Klinikum Solingen

Die Veranstalter sind die Klinik für Gefäßchirurgie am Städtischen Klinikum und die Gefäßpraxis Solingen. Ihr Angebot präsentieren darüber hinaus die Gefäßsportgruppen im OTV, die Venen-Rehasportgruppe und die Selbsthilfegruppe PAVK (Periphere Arterielle Verschlußkrankheit). Im gesunden Zustand ist es kaum zu merken, wie das Blut durch ein dichtes Gefäßnetz fließt und dabei alle Organe und Zellen mit Nährstoffen, Sauerstoff und Hormonen versorgt.

Auch der Abtransport von giftigen Abfallstoffen des Körpers erfolgt auf diesem Wege. Erst, wenn etwas nicht stimmt, nehmen Betroffene Krankheitsanzeichen oder Ausfälle wahr. „Ab diesem Zeitpunkt laufen wir Gefäßmediziner der Erkrankung hinterher“, sagt Dr. Gerhard Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, die vor knapp 20 Jahren ihre Arbeit am Klinikum Solingen aufgenommen hat. Der Mediziner klärt auf: „Gefäßerkrankungen sind zwar unheilbar. Aber mit einem gesunden Lebenswandel, früher Diagnostik und einer individuellen Therapie lassen sich die Risiken erheblich minimieren“.

Daran arbeiten in der guten Versorgungslandschaft der Klingenstadt die Spezialisten aus den Bereichen Angiologie, Kardiologie und Gefäßchirurgie im engen Schulterschluss zusammen. Das Spektrum der Gefäßerkrankungen ist breit. Die häufigsten Erkrankungen treten im letzten Drittel der Lebensjahre auf und gehen auf die Gefäßverkalkung – in Fachsprache Arteriosklerose – zurück. Ablagerungen an den Gefäßwänden und entzündliche Prozesse führen zu Einengungen und Verschlüssen von wichtigen Arterien.

Die Versorgung von Gewebe und Organen wird verhindert oder gar unterbrochen. Starke Schmerzen signalisieren die Gefahr, dass Gewebe abzusterben droht. Die Gefäßerkrankungen der Venen sind oft Krampfaderleiden oder Thrombosen (Blutgerinnselbildungen). Sie können zu Abflussbehinderungen vor allem in den Beinen führen, aber auch durch die Ablö- sung eines Thrombus eine Lungenembolie verursachen. Insbesondere Raucher sowie Frauen, die Hormonpräparate einnehmen, sind gefährdet. Ein weiteres Krankheitsbild stellen Aneurysmen – also Erweiterungen dar – die sich Ballonartig an den großen Körperarterien bilden und wie eine tickende Zeitbombe zu platzen drohen. 40 von 100.000 Einwohnern in Deutschland erkranken jährlich neu daran.

Der in solchen Fällen auftretende hohe Blutverlust kann binnen weniger Minuten tödlich enden. „In den Vorträgen gehen wir deshalb auf die vielfältigen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten ein, die dank neuester apparativer Ausstattung schonend durchgeführt werden können“, kündigt Dr. Hoffmann an. Ein Beispiel ist die Ultraschalluntersuchung der Bauchschlagader, die die Besucher des Gefäßtages in Anspruch nehmen können. Auch die operativen Methoden, die in der Klinik für Gefäßchirurgie auf höchstem medizinischem Niveau praktiziert werden, sind am 12. September ein wichtiges Thema. Dr. Hoffmann: „Eine Behandlung, entsprechende medikamentöse Therapie und Operation zum richtigen Zeitpunkt können das Leben von gefäßerkrankten Patienten um Jahre in guter Lebensqualität verlängern“. Zur Abrundung gibt es Informationen zur Vorbeugung und Nachsorge, die die Partner der Ärzte in den Selbsthilfe- und Sportgruppen im Angebot halten.

Erstellt von am 07.11.2016.