Ursachen und Folgen von Eisenmangel nicht unterschätzen

Als wichtiges Spurenelement ist Eisen an vielen lebenswichtigen Prozessen des menschlichen Organismus beteiligt – vor allem an der Blutbildung.

Medikamente

Damit diese Abläufe problemlos funktionieren, benötigt es eine bestimmte Menge Eisen im Körper. Ist nicht genug vorhanden, leidet der Betroffene an Eisenmangel, die als eine der häufigsten Mangelerkrankungen weltweit gilt.

Eisenmangel ist exakt definiert
Geschätzt ist knapp ein Viertel der Weltbevölkerung von Eisenmangel betroffen. Dieser entwickelt sich meist stufenweise, da der Körper als erste Reaktion auf eine Unterversorgung mit diesem Spurenelement mit einer Entleerung der Eisenspeicher reagiert. Sind diese leer, sinkt das Serum-Ferritin im Blut und die Blutbildung wird beeinträchtigt. Dabei kommt es zu ersten typischen Symptomen des Eisenmangels wie Müdigkeit, blasse Haut und aufgerissene Mundwinkel. Auch der Hämoglobinwert liegt bei Betroffenen meist deutlich unter der Norm.

Erhöhter Bedarf mehrerer Personengruppen

Eisen wird grundsätzlich über die Ernährung aufgenommen. Eine ausgewogene Mischkost ist meist auch ausreichend, um den Körper mit dem wertvollen Spurenelement zu versorgen. Allerdings gibt es Personengruppen, die einen erhöhten Bedarf haben, der meist nicht mehr nur über die Nahrungsaufnahme gedeckt werden kann. Dazu gehören in erster Linie schwangere Frauen, da sich in dieser Zeit das Blutvolumen entsprechend vergrößert und zur Produktion des Mutterkuchens und der Versorgung der Nabelschnur ein größerer Eisenbedarf notwendig ist. Auch Jugendliche, die gerade in der Wachstumsphase sind, benötigen etwa doppelt so viel von diesem Spurenelement als ein durchschnittlicher Erwachsener. Bei Mädchen erhöht dann oft noch die Menstruation den Bedarf an Eisen. Auch ehrgeizige Hobby- und Leistungssportler verbrauchen mehr Eisen als der Durchschnittsmensch. Die vermehrte Muskelarbeit sowie der entstehende Schweiß lösen schnell eine Unterversorgung aus. Auch das sogenannte open window syndrom, das Spitzensportler oftmals für Infekte anfälliger werden lässt, sorgt für einen erhöhten Bedarf an Eisen.

Eisenmangel durch Blutverlust
Neben der Tatsache, dass Eisenmangel entsteht, weil der Körper einen erhöhten Bedarf oder zu viel Verbrauch dieses Spurenelementes hat, kann auch ein starker Blutverlust zur Unterversorgung führen. Typische Beispiele sind etwa eine Geburt, bei der durchaus bis zu einem halben Liter Blut verloren geht. Auch Operationen an den Hüft- oder Kniegelenken oder am offenen Brustkorb erhöhen das Risiko eines erhöhten Blutverlustes. Damit kann die Regeneration nach der Operation deutlich längere Zeit in Anspruch nehmen. Chronischer Blutverlust, der durch Entzündungen im Magen-Darm-Trakt entsteht, ist eine oftmals unterschätzte Gefahr für Eisenmangel. Erkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Magengeschwüre bzw. auch Morbus Crohn können die Unterversorgung mit dem Spurenelement und in der Folge sogar eine Eisenmangelanämie auslösen. Auch wenn es zu minimalen Blutungen kommt, kann es das körpereigene Eisendepot komplett aufbrauchen.

Therapie durch Medikamente und Ernährungsumstellung
Je nach Stadium des Eisenmangels ist die Therapie anzusetzen. Betroffene können in Ausnahmesituationen durch eine Einnahme von Eisenpräparaten vorbeugen können, beispielsweise Eisentabletten, die man auch bequem in der Online Apotheke bestellen kann. Bei schwierigen Fällen werden hocheffiziente Medikamente zum Auffüllen der Eisenspeicher angewendet. Diese können maximal und rasche Wirkung am besten durch intravenöse Verabreichung entfalten. Abgesehen davon werden so Nebenwirkungen wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder Magenprobleme umgangen. Für den dauerhaften Erfolg macht auch eine Ernährungsumstellung auf Lebensmittel wie Geflügel, Meeresfrüchte, Innereien oder Hülsenfrüchte Sinn.

Erstellt von am 24.10.2016.