Sanitätshaus Köppchen öffnet Tür und zeigt die inklusive Idee

Solingen/ Am Samstag feierte das Sanitätshaus Köppchen und lud zu einem Tag der offenen Türe ein. Zahlreiche Angebote zeigten die Ohligser Gesundheitsexperten. Auch externe Anbieter kamen zur Wilhelmstraße und präsentierten ihr Leistungsspektrum.

Machten beim Tag der offenen Türe des Sanitätshaus Köppcen in Ohligs mit: v.li. Paul Fenzau von medi, Thomas Marks vom Sportring Solingen sowie Nina Efker und Doris Knipper von der Stadt Solingen

Machten beim Tag der offenen Türe des Sanitätshaus Köppcen in Ohligs mit: v.li. Paul Fenzau von medi, Thorsten Marks vom Sportring Solingen sowie Nina Efker und Doris Knipper von der Stadt Solingen

Was das Sanitätshaus Köppchen eigentlich „nur“ als Tag der offenen Tür geplant hatte, entpuppte sich am Samstag dann doch auf einmal zu einer kleinen Hausmesse. Gleich elf externe Aussteller kamen zur Wilhelmstraße und präsentierten ihre Angebote an Ständen auf dem Hof – und im Inneren des Sanitätshauses. Das alles natürlich neben den Stationen, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sanitätshauses aufgebaut hatten

Darunter auch Hilfsorganisationen wie das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst. Bei einigen Ausstellern stand das Thema „Inklusion“ auf der Tagesordnung. Wie auch bei den Gastgebern des Sanitätshauses:

„Wir richten uns mit diesem Tag der offenen Tür an alle Menschen, die sich angesprochen fühlen. Natürlich auch an jene mit Behinderung. Wir wollen zeigen, dass wir alle zusammengehören“, machte Inhaberin Miriam Gatawetzki-Köppchen am Samstag deutlich.

Auch Thorsten Marks vom Sport-Ring Solingen war am Samstag beim Tag der offenen Tür dabei. Er stellte das inklusive Kinderfußballangebot des Vereins vor. „Wir arbeiten sehr eng mit dem Sanitätshaus Köppchen zusammen. Wir profitieren voneinander“, erklärte er. Bis September soll in Höhscheid eine Freilufthalle gebaut werden, wo inklusive Jugendfußballmannschaften antreten werden.

Schonmal von Lachyoga gehört? Wem es an guter Laune mangelte, der konnte bei diesem Angebot mal herzhaft und erfrischend lachen. Das mit Bewegungen kombiniert

Schonmal von Lachyoga gehört? Wem es an guter Laune mangelte, der konnte bei diesem Angebot mal herzhaft und erfrischend lachen. Das mit Bewegungen kombiniert

„Man ergänzt sich gut. Wir haben bei uns ja viele Kinder, die beispielsweise mal eine Einlage brauchen“, so Marks weiter. Bau und Betrieb der Freilufthalle werden außerdem vom Sanitätshaus Köppchen unterstützt.

Das Sanitätshaus Köppchen ist ein zertifiziertes „Medi Compression Center“, kurz MCC. Paul Fenzau von der Bayreuther medi GmbH & Co. KG erklärte, warum diese Zertifizierung für Patienten und Besucher des Sanitätshauses so wichtig ist:

„Für die Patienten ist es von großer Bedeutung, da sie so sehen können, dass das Personal geschult ist“, erklärte er am Stand der Firma medi. Und zwar bestens geschult im Bereich der Venen- und Lymphversorgung.

Auch ein Masseur zeigte im Sanitätshaus am Samstag sein Können. Verspannte Besucher nahmen dieses Angebot dankbar in Anspruch

Auch ein Masseur zeigte im Sanitätshaus am Samstag sein Können. Verspannte Besucher nahmen dieses Angebot dankbar in Anspruch

Marianne Drößiger von der Solinger Firma Drößiger zeigte drinnen, wie Menschen, die kurzfristig eine Mobilitätseinschränkung erfahren haben, trotzdem zu Hause schnell und einfach ein behindertengerechtes Bad realisiert bekommen können.

Und zwar in Modulbauweise. „Wir zeigen hier die Bad-in-Bad-Variante, also eine Teilsanierung“, so Marainne Drößiger.

Marianne Drößiger erklärte hier Miriam Gatawetzki-Köppchen die Vorzüge der Bad-Bad-Variante für Menschen mit Behinderung / Fotos (4): B. Glumm

Marianne Drößiger erklärte hier Miriam Gatawetzki-Köppchen die Vorzüge der Bad-in-Bad-Variante für Menschen mit Behinderung / Fotos (4): B. Glumm

Während Bewohner eines Eigenheims in ihrem Bad in der Regal schalten und walten können, wie es ihnen beliebt, haben Mieter diese Freiräume längst nicht. Mit dem Bad, das als Modul quasi in das bestehende Bad eingebaut wird, wird letztendlich baulich nichts verändert. „Es wird Aufmaß genommen und eingepasst“, erklärte Drößiger.

Und so wurden am Samstag zahlreiche Fachgespräche über alle möglichen – und vor allem inklusiven – Themen geführt. Miriam Gatawetzki-Koppchen war mit dem Verlauf der Veranstaltung zufrieden, auch wenn Wettergott Petrus nicht immer mitspielte. Denn natürlich standen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ohligser Sanitätshauses auf ihren Posten und haben den Besuchern gezeigt, was sie können. (bgl)

Erstellt von am 18.06.2016.