Sanitätshaus Köppchen: Mit dem „Elektro-Scooter“ bequem durch den Alltag

Solingen/ Gehbehinderte und ältere Menschen, die nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs sind, müssen nicht immobil bleiben. Als Alternative zum Rollstuhl bietet das Sanitätshaus Köppchen „Scooter“ an, Elektromobile, mit denen man sich unabhängig und bequem im Alltag bewegen kann.

Der Cityliner 415 des Herstellers Meyra ist die Königsklasse unter den "Elektro-Scootern"

Der Cityliner 415 des Herstellers Meyra ist die Königsklasse unter den „Elektro-Scootern“

Hört man den Begriff „Scooter“, so muss man automatisch an die kleinen Vehikel denken, die auf jeder Kirmes ihre Runden drehen. Der Schritt von der reinen Unterhaltung zur aktiven Alltagsunterstützung ist dabei gar nicht mal so weit. Denn „Scooter“ werden auch jene Elektromobile genannt, mit denen sich gehbehinderte und ältere Menschen unabhängig und bequem im Alltag bewegen können.

Die mit Elektromotoren ausgestatteten Vehikel gibt es im Sanitätshaus Köppchen in verschiedenen Ausführungen, was Ausstattung und Höchstgeschwindigkeit angeht. Grundsätzlich gilt: Wer sich mit einem „Scooter“ bewegt, auch im Straßenverkehr, der benötigt keinen Führerschein.

Cedric Mehrl vom Sanitätshaus Köppchen führt die zahlreichen Funktionen des Cityliner CL 415 vor

Cedric Mehl vom Sanitätshaus Köppchen führt die zahlreichen Funktionen des Cityliner CL 415 vor

Die Höchstgeschwindigkeit der leistungsstärksten Exemplare liegt bei 15 km/h. „Ein ,Elektro-Scooter´ ist kein Rollstuhl. Man braucht für einen ,Scooter´ beispielsweise mehr Platz“, erklärt Cedric Mehl, Abteilungsleiter in der Reha-Technik des Ohligser Sanitätshauses Köppchen.

Die Gesundheitsexperten von der Wilhelmstraße stehen an „Scootern“ interessierten Menschen beratend zur Seite. Das allerdings nicht nur in den Geschäftsräumen. „Wir machen selbstverständlich auch Hausbesuche und schauen uns gemeinsam mit dem Kunden die räumlichen Gegebenheiten an“, macht Mehl deutlich.

Der Cityliner CL 415 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h. Man benötigt keinen Führerschein, darf aber damit auch auf der Straße unterwegs sein

Der Cityliner CL 415 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h. Man benötigt keinen Führerschein, darf aber damit auch auf der Straße unterwegs sein

Ein „Scooter“ hat eine lange Liste an Vorzügen, die ein Rollstuhl eben nicht hat. Das fängt unter anderem bei der Beleuchtung an, die auch bei Dunkelheit für eine gute Sicht sorgt. Reflektoren sorgen dafür, dass der Fahrer unterwegs stets gut gesehen wird. Die Bedienung der Vehikel ist dabei sehr einfach und schnell zu erlernen.

Sicherheit wird ohnehin groß geschrieben. Wird beispielsweise der Gashebel losgelassen, bremst der „Scooter“ automatisch und kommt ruckfrei zum Stehen. Die meisten Modelle lassen sich schnell und unkompliziert zerlegen, damit sie auch im Auto problemlos transportiert werden können.

"Elektro-Scooter" lassen sich nur schwer mit Rollstühlen vergleichen. Man braucht etwas mehr Platz, hat aber auch zahlreiche Bequemlichkeiten mehr / Fotos (4): B. Glumm

„Elektro-Scooter“ lassen sich nur schwer mit Rollstühlen vergleichen. Man braucht etwas mehr Platz, hat dafür aber auch zahlreiche Bequemlichkeiten mehr / Fotos (4): B. Glumm

„Die ,Scooter´ sind außerordentlich zuverlässig und es gibt sie auch in dreirädriger Ausführung“, erklärt Cedric Mehl. Diese Modelle sind dann etwas kompakter und wendiger.

In Deutschland dürfen „Scooter“ in Schrittgeschwindigkeit überall dort gefahren werden, wo auch Fußgänger unterwegs sein dürfen. Das kann der Bürgersteig sein – oder aber die Fußgängerzone. Im Straßenverkehr sind die „Scooter“ ebenfalls zugelassen. Eine Helmpflicht besteht übrigens nicht. (bgl)

Erstellt von am 01.06.2016.