BV Ohligs: Mit „Bordmitteln“ die Düsseldorfer Straße aufpolieren

Solingen/ Die Mitglieder der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid kamen jetzt zu ihrer 13. Sitzung zusammen. Im Kasino des Verwaltungsgebäudes an der Bonner Straße standen unter anderem die Parkraumneuordnung am Hermann-Löns-Weg, eine mögliche Attraktivierung der Düsseldorfer Straße und das neue Stadtteilbüro auf der Tagesordnung.

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Der Ohligser Markt. Auf Antrag der CDU prüft die Stadtverwaltung Möglichkeiten, wie man die Düsseldorfer Straße ohne großen Aufwand aufhübschen kann / Foto: Archiv

Zweiter Versuch der ISG

Im vergangenen Jahr wollten die Verantwortlichen um Dr. Teut-Achim Rust vom Verein ISG in Ohligs eine Standort- und Interessengemeinschaft ins Leben rufen.  Mehr als ein Drittel der damals Befragten sprachen sich gegen das Projekt aus, weshalb es nicht zustande kam (wir berichteten). „Diesmal wollen wir uns weitestgehend auf die Düsseldorfer Straße beschränken“, erklärte Rust den Bezirksvertretern am Montag.

Innerhalb der nächsten drei Wochen möchte die ISG bei der Stadt Solingen einen neuen Antrag einreichen und es noch einmal versuchen. „Wir vertrauen darauf, dass es diesmal klappt. Der zweite Schuss muss sitzen“, ist Dr. Teut-Achim Rust vom Vorstand des Vereins ISG Ohligs zuversichtlich. Das hoffte auch Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU): „Die Bezirksvertretung hat ein starkes Interesse an einer erfolgreichen Arbeit der ISG.“

Ein Stadtteilbüro für Ohligs

Einstimmig sprachen sich die Bezirksvertreter für die Verwaltungsrichtlinien der Stadt Solingen für die Vergabe des Budgets aus dem Verfügungsfonds zur Bürgerbeteiligung im Stadtteil Ohligs betreffend des integrierten Stadtteilentwicklungskonzeptes aus. Am kommenden Donnerstag eröffnet in diesem Zuge an der Kamper Straße das neue Stadtteilbüro, das von der Stern GmbH im Auftrag der Stadtverwaltung betrieben wird.

Juliane Hilbricht (Grüne) und Norbert Rilk (FDP) sollen sich turnusmäßig bei den Sitzungen des neuen Stadtteilforums abwechseln und dort für die Bezirksvertretung sprechen.

Mehr Grillgelegenheiten im Stadtteil

Auf Antrag der CDU prüft die Stadtverwaltung für den Stadtteil Ohligs alternative Lokalitäten zum öffentlichen Grillen. Derzeit können das Bürger in Ohligs nur am Engelsberger Hof tun. Dort befindet sich auch ein fest installierter Grill. „Wir würden nach Möglichkeit gerne das Angebot ausweiten“, erklärte Robert Lipphardt (CDU).

Alternierendes Parken am Hermann-Löns-Weg

Die Parksituation am Hermann-Löns-Weg ist seit jeher schwierig und sorgt so immer wieder für brenzlige Szenen auf der Straße. Vor allem im Begegungsverkehr kommt es häufig zu Problemen, da aufgrund der einseitig geparkten Autos die Straße derart verengt ist, dass nur jeweils ein Fahrstreifen frei ist. Die Stadtverwaltung schlug der Bezirksvertretung Ohligs deshalb vor, am Hermann-Lons-Weg alternierendes Parken einzuführen.

Einstimmig sprachen sich die Bezirksvertreter dafür aus. Demnach sollen auf der Fahrspur in Richtung Schützenplatz in regelmäßigen Abständen 15 Meter lange Lücken zwischen den parkenden Autos entstehen. Auf diese Weise soll der Begegnungsverkehr erleichtert werden, da Fahrzeuge in diese Lücken ausweichen können. „So fallen dann aber insgesamt zehn Stellplätze weg“, erläuterte Sonja Häcker von der Stadtverwaltung. „Ich denke, dass sich die Situation dort dann etwas entschärfen wird“, sagte Robert Lipphardt (CDU).

Mit „Bordmitteln“ die Düsseldorfer Straße aufpolieren

Auf Antrag der CDU prüft die Stadtverwaltung, was eine bauliche Aufwertung der Düsseldorfer Straße kosten würde. „Auch wenn dafür momentan kein Geld zur Verfügung steht, hätten wir gerne eine Orientierungsgröße“, so Robert Lipphardt (CDU). Wolfgang Schmitz (BFS) meinte dazu:

„Die ISG hat sicherlich die Möglichkeiten, derartige Maßnahmen umzusetzen.“ Bezirksbürgermeister Marc Westkämper warnte davor, Luftschlösser zu bauen. „Es wird sicherlich niemand kommen und das Füllhorn über der Düsseldorfer Straße ausschütten“, so der Bezirksbürgermeister.

Stattdessen solle man sich damit auseinandersetzen, was mit „Bordmitteln“ möglich ist. Und dazu gehören beispielsweise Ersatzpflanzungen für an anderer Stelle gefällte Bäume. „So wäre ein kurzfristige Verschönerung der Düsseldorfer Straße möglich“ machte Westkämper deutlich. Anwesende Bürger beschwerten sich darüber, dass in Ohligs kaum neue Blumen und Beete gepflanzt würden.

Die Stadtverwaltung wies darauf hin, dass die Technischen Betriebe dafür derzeit ein neues Konzept erarbeiten würden. „In der Solinger Innenstadt klappt das doch auch und es wird auch kein neues Konzept dafür gebraucht“, ärgerte sich ein anwesender Ohligser Bürger. (bgl)

Erstellt von am 11.04.2016.