Solingen: „Burning Mother“ – ein Kunstwerk steht in Flammen

Solingen/ von Martina Hörle – Ein Jahr ist es jetzt her, seit Janine und Marc-Olivier Werner die Skulptur „Enter the Uterus“ im Südpark geschaffen haben. An Faszination hat es ihr nicht gemangelt. Von obszön bis genial, von fantastisch bis unmöglich hat man ihr während dieser Zeit so gut wie alle Attribute gegeben.

Am Samstagabend räumte sie endgültig ihren Platz und machte dabei ein letztes Mal von sich reden. Als außergewöhnliches Osterfeuer lockte sie rund 300 Besucher an. Künstler und Freunde der Güterhallen wollten dabei sein, wenn „ihre“ Skulptur in Flammen aufging.

Das Kunstwerk „Enter the Uterus“, das vor einem Jahr im Südpark seinen Platz gefunden hatte, wurde im Rahmen der Osterfeierlichkeiten in Brand gesetzt, um Platz für Neues zu schaffen.

Das Kunstwerk „Enter the Uterus“, das vor einem Jahr im Südpark seinen Platz gefunden hatte, wurde im Rahmen der Osterfeierlichkeiten in Brand gesetzt, um Platz für Neues zu schaffen.

Bis es soweit war, musste einiges an Vorarbeit geleistet werden. Mittags trafen sich 15 freiwillige Helfer, ausgestattet mit Motorsäge und Rollbrettern, und transportierten 550 kg Holz in einem Stück auf die gegenüberliegende Wiese. Dabei sollte die Form unbedingt erhalten bleiben. Keine ganz einfache Aufgabe, aber mit Bravour gemeistert.

Am bisherigen Standort wäre das Risiko des Funkenflugs zu groß gewesen. Nach Auskunft der Feuerwehr ist das Verbrennen im Rahmen von Brauchtumsfeuern wie eben beim Osterfest oder auch Sankt Martin gestattet. Voraussetzung, es stehen ausreichend viele Eimer Wasser bereit und das Feuer muss nach zwei Stunden abgebrannt sein.

Während die Skulptur langsam Feuer fing, zeigte Marc-Olivier Werner in einer beeindruckenden Präsentation seine Begabung als Feuerspucker.

Während die Skulptur langsam Feuer fing, zeigte Marc-Olivier Werner in einer beeindruckenden Präsentation seine Begabung als Feuerspucker.

Der bis Freitag andauernde Regen hatte ein Einsehen gehabt und an diesem Tag eine Pause eingelegt. So ließ sich „Mutter Erde“ leicht in Brand setzen. In einer spektakulären Präsentation betätigte sich Marc-Olivier Werner als Feuerspucker.

Die Flammen gaben ein grandioses Lichterspiel in der Dunkelheit. „Es ist schon ein komisches Gefühl“, gab Janine Werner zu, als sie zusah, wie die Skulptur verbrannte. „Aber dafür kommt wieder etwas Neues.“ Denn es soll Platz geschaffen werden für die große Retrospektive am 7./8. Mai, wenn die Güterhallen ihr 10-jähriges Jubiläum feiern.

Viele Künstler, Vereinsmitglieder und Freunde der Güterhallen wollten dabei sein, wenn „ihre“ Skulptur in Flammen aufging. / Fotos (3): M. Hörle

Viele Künstler, Vereinsmitglieder und Freunde der Güterhallen wollten dabei sein, wenn „ihre“ Skulptur in Flammen aufging. / Fotos (3): M. Hörle

Schon nach einer Stunde war alles vorbei. Von dem Holzgerüst schwelten nur noch ein paar Reste in der Glut. Was mit der Asche des Kunstwerkes geschehen wird, ist bislang noch ein Geheimnis. (mh)

Fotos der Galerie: M. Hörle

Erstellt von am 27.03.2016.

Ein Kommentar Solingen: „Burning Mother“ – ein Kunstwerk steht in Flammen

  1. anounb

    28/03/2016 bei 14:07

    Wenns unten brennt… 😀
    Lang lebe der südpark!