Solingen: Gemeinsame Sache(n) machen!- Fachtag für kulturelle Bildung

Solingen/ von Martina Hörle – Die gemeinsame Veranstaltung der Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“, der Jugendförderung und des Kulturmanagements der Stadt Solingen hatte am Dienstag, dem 8. März 2016 großen Praxistag im Theater.

Der Praxistag für kulturelle Bildung bot reichlich Gelegenheit für Gespräche, Informationen und die Bildung von Netzwerken.

Der Praxistag für kulturelle Bildung bot reichlich Gelegenheit für Gespräche, Informationen und die Bildung von Netzwerken.

Unter dem Motto „Zusammen, nicht getrennt. Synergien nutzen“ stellten sich elf Solinger Kulturschaffende (Künstlerinnen, Künstler, Institutionen der kulturellen Bildung) in kurzen Präsentationen als mögliche Kooperationspartner vor.

Jörg Pauli, Verwaltungsleiter des Theaters begrüßte die Anwesenden sehr herzlich und gab das Wort sogleich an den Solinger Bürgermeister Ernst Lauterjung weiter. Lauterjung unterstrich die Bedeutung der kulturellen Zusammenarbeit und wies auf mögliche Förderungen hin. Brigitte Schorn, Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“ betonte, dass erst durch Vernetzungen Multiprofessionalität entsteht.

„Bildung braucht Vernetzung“, war ihr klares Statement. Dann hielt sie einen Vordruck in die Höhe. „Dieses Formular können Sie hier und heute ausfüllen. Es ist eine Absichtserklärung, in der Sie Ihre Idee zu einem Projekt oder einer Aktion festhalten können. Diese Ideen werden von dem gleichen Gremium gesichtet, das diesen Praxistag organisiert hat. Für Ihre Vorschläge sind Zuschüsse bis 1.000,- € möglich.“

Bürgermeister Ernst Lauterjung (SPD) strich die Bedeutung der kulturellen Zusammenarbeit heraus und stellte Fördermöglichkeiten in Aussicht.

Bürgermeister Ernst Lauterjung (SPD) strich die Bedeutung der kulturellen Zusammenarbeit heraus und stellte Fördermöglichkeiten in Aussicht.

Danach ging Schorn von der Begrüßung gleich in die Moderation und führte durch die diversen Präsentationen der Mitwirkungen.

Janine Werner, Atelier AndersARTig, und Heike Buschkotte-Leichsenring, Atelier Bukolei, stellten als bildende Künstlerinnen verschiedene ihrer Projekte mit Jugendlichen vor. Dana Charles Klang, Tänzer, kam mit seiner fünfköpfigen Crew aus Frankreich. Hip Hop ist für ihn eine Lebenshaltung, die Disziplin und Selbstvertrauen festigt und außerdem Spaß macht. Matthias Furch, Street Art Künstler, möchte Solingen bunter gestalten.

Er gibt kostenlose Workshops in  seinem Atelier „We Create“. Lisa Hornung als Zirkuspädagogin entführte gemeinsam mit Volker Eigemann, Theaterpädagoge, in die Zirkuswelt und zeigte eine kleine artistische und pantomimische Einlage. Silke Peukert, bekannt als Miss Filz, arbeitet zusammen mit ihrem Mann alle Arten von Textilien um. Upcycling statt Recycling.

Brigitte Schorn, Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“, zeigte das Formular „Absichtserklärung“. Darauf können Projektideen festgehalten und eingereicht werden. Zuschüsse bis 1.000,- € sind möglich.

Brigitte Schorn, Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“, zeigte das Formular „Absichtserklärung“. Darauf können Projektideen festgehalten und eingereicht werden. Zuschüsse bis 1.000,- € sind möglich.

Stefan Vitus Seeger, bildender Künstler und Produktdesigner, hatte sein bekanntes Markenzeichen, den Frosch, mitgebracht. Seeger führt in Schulen oder Kitas Malaktionen mit Kindern durch. Eckhard Gonia, seit 13 Jahren Cartoonist, vermittelt Kindern Grundkenntnisse im Zeichnen von Cartoons. Fabakary Jobateh, geboren in Gambia, lebt seit 2003 in Deutschland. Sein Medium ist der Rhythmus, der, wie Jobateh sagt, tiefer in den Menschen geht als die Sprache. Das stellte er gleich mit einer kleinen Trommeleinlage unter Beweis.

Bevor Jens Stuhldreier von der Jugendförderung seine Präsentation begann, wurden die Anwesenden eine Etage tiefer ins Foyer gebeten. Dort war „die mobile Bühne für Solingen“ aufgebaut worden. „Stage Driving“ steht ab sofort kostenlos für musikalische Veranstaltungen zur Verfügung. Die einzigen Voraussetzungen, um diese Bühne zu mieten: Die Veranstaltung ist für Jugendliche im Alter von 12 – 21 Jahren. Sie muss öffentlich sein und nicht kommerziell. Interessenten wenden sich bitte direkt an Jens Stuhldreier oder Patricia Stute von der Jugendförderung.

Jens Stuhldreier von der Jugendförderung stellte „Stage Driving“ vor, die mobile Bühne für Solingen. / Fotos (4): M. Hörle

Jens Stuhldreier von der Jugendförderung stellte „Stage Driving“ vor, die mobile Bühne für Solingen. / Fotos (4): M. Hörle

Im Anschluss an die Vorstellungen gab es auf dem „Offenen Marktplatz“ Gelegenheit zum Austausch. Alle Mitwirkenden boten an ihren Ständen die Möglichkeit zur Information über die jeweiligen kulturpädagogischen Angebote. Man konnte Kooperationen planen, Netzwerke knüpfen, Synergien nutzen.

Am Nachmittag fanden die so genannten Thementische statt. Landesweite Partner der kulturellen Kinder- und Jugendbildung stellten sich vor. Diverse Landesarbeitsgemeinschaften NRW e. V. (Jugend und Literatur, Musik, Tanz, Kunst und Medien), die Regionale Kulturpolitik/Kulturscouts Berg.

Land und das jfc-Medienzentrum informierten über ihre Tätigkeit und standen als Ansprechpartner gerne zur Verfügung. Zum Ende des Praxistages hielt Dirk Stute von der Arbeitsstelle „Kulturelle Bildung in Schule und Jugendarbeit NRW“ einen Vortrag über die Finanzierungsmöglichkeiten für kulturelle Projekte.

„Gemeinsame Sache(n) machen!“ – ein Fach- und Praxistag mit umfangreichen und vielseitigen Möglichkeiten zu gemeinsamen Aktionen und mit dem Ziel, die Aktivitäten zwischen Kultur, Jugendarbeit und Schulen weitgehend zu vernetzen. (mh)

Fotos der Galerie: Martina Hörle

Erstellt von am 08.03.2016.