Arbeitgeberverband: IG Metall-Forderung gefährdet Wettbewerbsfähigkeit

Foto: Archiv

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Solingen/ Als unvernünftig und unangemessen hat der Arbeitgeberverband Solingen die  Forderung der IG Metall nach Einkommensverbesserungen von 5 % zurückgewiesen. Eine Entgeltforderung in dieser Größenordnung ignoriere die strukturellen Kostenprobleme der regionalen Metall- und Elektroindustrie völlig.

Nach einer  Umfrage der Metall-Arbeitgeber im Bergischen Land gehen in nennenswertem Umfang Arbeitsplätze in der Produktion verloren. Demgegenüber wächst der Anteil der Produktion an ausländischen Standorten. Unabhängig von der Betriebsgröße  investieren immer mehr M + E-Unternehmen im Ausland und erzielen dort auch den zunehmend größten Teil ihrer Gewinne. Als Hauptgründe nennen die Unternehmen die zuletzt stark gestiegenen Arbeitskosten sowie zunehmende Belastungen durch falsche politische Weichenstellungen in Bund und Land.

„Betrachtet man nur die jüngsten Tarifabschlüsse, addieren sich in der Metall- und Elektroindustrie die Abschlüsse seit 2012 auf 14 %, die Produktivität ist im Gegenzug lediglich nur um 1,2 % gestiegen“, betonte der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes Solingen, Horst Gabriel.

„Ziel der Metall-Tarifrunde 2016 muss es sein, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen nicht noch weiter zu verschlechtern“. Gabriel warnte die IG Metall davor, die Betriebe mit einer falschen Lohnpolitik und unter Androhung verschärfter Streiks erneut an die Grenzen ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu treiben oder sie gar zu überfordern.

Erstellt von am 03.03.2016.

Ein Kommentar Arbeitgeberverband: IG Metall-Forderung gefährdet Wettbewerbsfähigkeit

  1. Michael

    04/03/2016 bei 21:50

    Einfach so lange streiken bis die Firmen entweder pleite sind, oder ins Ausland abgewandert sind. In beiden Fällen sind die auf Befehl streikenden Beschäftigten ihren Job früher oder später los.
    Hauptsache die Gewerkschaften verdienen sich ein goldenes Näschen.