Presbyteriumswahlen 2016 – Ähnliche Wahlbeteiligung wie vor vier Jahren

Solingen/ Eine ähnliche Wahlbeteiligung wie vor vier Jahren konnte die Evangelische Kirche in Solingen verzeichnen, bei der gestern in sechs Gemeinden Wählerinnen und Wähler zur Presbyteriumswahl an die Wahlurnen gerufen worden waren. Durchschnittlich 7,1 Prozent der Gemeindeglieder haben am gestrigen Sonntag gewählt. Bei der letzten Presbyteriumswahl 2012 waren es 7,3 Prozent. Insgesamt haben 2067 evangelische Gemeindemitglieder ihre Stimme abgegeben. Wahlberechtigt waren 29.284.

Spitzenreiter bei der Wahlbeteiligung war bei dieser Wahl die Evangelische Kirchengemeinde St. Reinoldi Rupelrath: 15,3 Prozent der wahlberechtigten Gemeindeglieder machten dort ihre Kreuzchen auf den Stimmzetteln. Zweiter auf dieser Rangliste ist die Kirchengemeinde Widdert mit 12,0 Prozent Wahlbeteiligung.

Den Einzug ins Presbyterium geschafft hat auch die jüngste Kandidatin. Die 19-jährige Ricarda Sobiech wird demnächst ins Rupelrather Presbyterium einziehen. Insgesamt wird es in den Solinger Gemeinden nach der Wahl 118 neugewählte Presbyteriumsmitglieder geben. Etwa 60 Prozent davon gehörten bereits dem bislang amtierenden Presbyterium an. Die Übrigen haben gestern neu kandidiert. Der älteste gewählte Gemeindevertreter ist 72. In den neuen Presbyterien werden Männer und Frauen mit jeweils 59 genau gleich vertreten sein.

Eine seltene Konstellation gab es Widdert: Dort herrschte bei der Besetzung des sechsten von sechs zu wählenden Presbyteriumsplätzen Stimmengleichheit. Nach dem kirchlichen Presbyteriumswahlgesetz musste darum das Los entscheiden.

„Wir hätten uns insgesamt eine etwas höhere Wahlbeteiligung gewünscht“, bedauert Ilka Werner, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Solingen. „Umso mehr freuen wir uns über alle aktiven Wähler, die ihren Stimmzettel ausgefüllt und über ihre Gemeindeleitung für die nächsten vier Jahre mitentschieden haben.“ Im Vorfeld hatte der Kirchenkreis mit einer Wahlbeteiligung zwischen sieben und zehn Prozent gerechnet. Ausdrücklich dankte die Superintendentin „allen, die mit einer Kandidatur ihre Bereitschaft gezeigt haben, unsere Kirche verantwortlich mitzugestalten“. Ihr besonderer Dank gelte denen, die nicht genug Stimmen für einen Einzug ins Presbyterium erlangt haben: „Auch wenn es dieses Mal nicht gereicht hat, Ihre Kirche braucht Ihr Engagement auch an anderer Stelle.“

Die neu gewählten Presbyteriumsmitglieder der zehn Gemeinden werden am 6. März oder am 13. März 2016 in ihre Ämter eingeführt.

Erstellt von am 15.02.2016.