Solingen: Begegnungs-Camp der Kriegsgräberfürsorge

Solingen/ Am 01. Februar startet die Anmeldung für die internationalen Jugendbegegnungen im In- und Ausland, die der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. organisiert. Jugendliche zwischen 12 und 27 Jahren, die sich zwei Wochen im In- und Ausland für die Friedensarbeit und Völkerverständigung engagieren wollen, können sich online unter www.volksbund.de/workcamps anmelden.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge kümmert sich um den Erhalt deutscher Soldatenfriedhöfe wie hier im belgischen Recognae nahe der Stadt Bastogne. Außerdem werden regelmäßige Begegnungs-Camps und Workshops durchgeführt / Archivfoto: B. Glumm

Der Volksbund Deutsche
Kriegsgräberfürsorge kümmert sich um den Erhalt deutscher Soldatenfriedhöfe wie hier im belgischen Recogne nahe der Stadt Bastogne. Außerdem werden regelmäßige Begegnungs-Camps und Workshops durchgeführt / Archivfoto: B. Glumm

Ob in der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Riga in Lettland, in der Gütersloher Partnerstadt Rshew an der Wolga oder auf der Sonneninsel Usedom auf dem Golm: die Jugendlichen werden zwei Wochen in den Sommerferien in der Friedensarbeit aktiv.

Durch ihr Engagement tragen sie in fast 20 Ländern in über 60 Projekten bei, gemeinsam Kriegsgräber- und Gedenkstätten als Orte der Erinnerung, der Trauer und des mahnenden Gedenkens zu erhalten. Unter Begleitung pädagogisch und geschichtswissenschaftlich geschulten Teamern schaffen die Teilnehmenden gemeinsam Raum für interkulturellen Austausch und gegenseitigem Verständnis.

Der Volksbund wurde 1919 als Bürgerinitiative gegründet, um an die Toten von Krieg und Gewaltherrschaft zu erinnern. Weltweit pflegt er heute über 830 Kriegsgräberstätten mit über zwei Millionen Toten in mehr als 40 Ländern.

Finanzielle Unterstützung erhält der Verein von Mitgliedern und Spendern sowie von Kommunen, Ländern, vom Bund, von Stiftungen und den Jugendwerken. Zivilgesellschaftliches Engagement, interkulturelle Kompetenzen und die Weltoffenheit junger Menschen sind Ziele seiner Jugendarbeit.

Seit 1953 bringt er unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ jährlich etwa 20.000 junge Leute aus ganz Europa zusammen, die sich bei gemeinsamer Kriegsgräberpflege für ein friedlicheres Europa engagieren. Für seine erfolgreiche Jugendarbeit erhielt er 2014 den Preis des Westfälischen Friedens.

Erstellt von am 09.02.2016.