Solingen: Flüchtlingshäuser für Schwaben- und Neuenkamper Straße vorgeschlagen

Solingen/ Über zwei Fertighäuser in Solingen- Wald und der Südstadt informiert die Stadt zurzeit Bürger in der jeweiligen Nachbarschaft. Zwei weitere Standorte könnten an der Neuenkamper und der Schwabenstraße entstehen. Der Standort „Landwehrstraße“ ist vorerst vom Tisch.

Holzhäuser wie dieses werden demnächst an der Jasper- und an der Zietenstraße errichtet. Weitere Standorte könnten an der Schwaben- und der Neuenkamper Straße entstehen / Foto: Stadt Solingen

Holzhäuser wie dieses werden demnächst an der Jasper- und an der Zietenstraße errichtet. Weitere Standorte könnten an der Schwaben- und der Neuenkamper Straße entstehen / Foto: Stadt Solingen

Abgestimmt wurden die Projekte in Sitzungen des Finanzausschusses im Dezember und des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität (ASUKUM) am 21. Januar. Von den möglichen Standorten, die zügig auf Grundstücken der Stadt realisiert werden können, bestätigten die Kommunalpolitier zunächst nur die beiden ersten:

Jaspersstraße in Solingen-Wald und Zietenstraße in der Südstadt. Die Vorbereitung des Baugrundes wird in Kürze beginnen.

Die Verwaltung hat jetzt ihre ersten Vorschläge ergänzt und legt dem am 11. Februar erneut tagenden ASUKUM einen Vorschlag für die Standorte 3 und 4 vor:

Schwabenstraße in Mitte und Neuenkamper Straße in Höhscheid. Die Schwabenstraße war bereits in der Januarsitzung bekannt; die Neuenkamper Straße (Grundstück gegenüber der Einmündung zur Straße Bauermannskulle) kommt jetzt neu in die Beratung. Sie ersetzt den bisherigen Vorschlag „Landwehrstraße“, der abgelegener ist und baurechtlich komplizierter.

Die Entscheidung, ob die beiden zusätzlichen Wohnbauten an den neuen Standorten tatsächlich errichtet werden, liegt danach, am 15. Februar, beim Finanzausschuss. Um die in Solingen lebendenden Flüchtlinge so schnell wie möglich aus Massenunterkünften wie Turnhallen herausholen und in menschenwürdigen Wohnungen unterbringen zu können, verfolgt die Stadt Solingen ein mehrstufiges Konzept:

Kurzfristig mietet sie Wohnungen an oder fördert Umbauten in Privathäusern. Langfristig setzt sie auf mehr Sozialen Wohnungsbau. Die Lücke zwischen Sofortmaßnahmen und dauerhaften Lösungen füllt sie mit den „Modulbauten in Holtzafelbauweise“.

Diese Bauwerke bieten bis zu 100 Menschen Platz in 21 Wohnungen. Sie können innerhalb weniger Monate bezugsfertig aufgebaut werden und halten viele Jahre, so die Stadtverwaltung, die weitere Standorte im Hinterkopf behält. Genannt wurde unter anderem die Straße Kovelenberg unweit der Ohligser Heide.

Erstellt von am 06.02.2016.

3 Kommentare Solingen: Flüchtlingshäuser für Schwaben- und Neuenkamper Straße vorgeschlagen

  1. Ruediger

    07/02/2016 bei 19:54

    Mal sehen,wer zu den anstehenden Sitzungen,wenn sie denn Öffentlich sein sollte erscheint.

  2. Nordmann

    13/02/2016 bei 12:09

    Solingen ist tot-Mausetot-Schulden für Generationen,Arbeitsplätze die einen Lohn gewähren von dem man Leben kann-Fehlanzeige-also lasst Onkel Tim mal schön Häuschen bauen, wird die Zahl der Langzeithartzer ein wenig ansteigen lassen.

    Wer hat UNS Verraten??

    mfg

    Nordmann

  3. Martin Karl

    15/02/2016 bei 23:10

    Typisch Solingen: Bestehende Grundstücke/Gebäude verkaufen und dann wieder neue Kaufen/Bauen lassen.
    Jeder Interessent an den drei Gebäuden der ehemaligen Obdachlosenunterkunft „am Spielbruch“ konnte erkennen, dass die Gebäude mit Geld kurzfristig wieder bewohnbar gemacht werden hätten können.
    Aber die Stadt hat lieber auf Kosten der Anwohner die Straße/Erschließung der Grundstücke deutlich verbessert und dann an einen Investor verkauf…
    Und nun wird für neue Holzhäuser in ferner Zukunft wieder Geld ausgegeben… in der Vergangenheit wurde sehr oft auf diese Weise verfahren…Tafelsilber verkaufen und dann teuer Mieten/Bauen lassen.
    Keine schnelle Hilfe für Flüchtlinge & langfristig noch mehr Schulden für Solingen!