Solingen: BIA wehrt sich gegen Vorwürfe der IG Metall

Solingen/ Die Geschäftsleitung der BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG widerspricht der Darstellung der IG Metall, dass man Mitarbeiter dazu gedrängt habe, aus der Gewerkschaft auszutreten.

Wie das Unternehmen jetzt mitteilt, sei es genau andersherum gelaufen. Demnach soll die IG Metall Nicht-Mitglieder zum Eintritt in die Gewerkschaft gedrängt haben.

Teile der BIA-Belegschaft gingen heute Morgen in einen mehrstündigen Ausstand / Foto: IG Metall

Teile der BIA-Belegschaft gingen heute Morgen in einen mehrstündigen Ausstand / Foto: IG Metall

Es seien lediglich Hilfestellungen gegeben worden, wie diese Mitglieder die IG Metall wieder verlassen könnten, teilt das Solinger Unternehmen mit.

In einer aktuellen Pressemitteilung nimmt die BIA Kunststoff- und Galvanotechnik GmbH & Co. KG zum Warnstreik von Teilen der Belegschaft von heute Morgen Stellung.

Wir veröffentlichen die Mitteilung an dieser Stelle ungekürzt:

„Obwohl ein Sondierungsgespräch zwischen BIA und der IG Metall für den 16. Februar vereinbart ist, führte die IG Metall bei BIA am frühen Morgen des 5. Februars einen Warnstreik von 4 bis 7 Uhr durch. Der rund um die Uhr laufenden BIA Fertigung sollte durch diese Fertigungsunterbrechung hoher Schaden zugefügt werden.

„Dass es trotz eines vereinbarten Gesprächstermins so eskaliert, zeigt die Strategie der Gewerkschaft. Schaden für Unternehmen und Mitarbeiter werden bewusst herbeigeführt. Zum Glück ist diese Rechnung nicht ganz aufgegangen“, ist Geschäftsführer Jörg Püttbach erleichtert.

Nur ca. 125 der über 1.000 Mitarbeiter beteiligten sich an dem Warnstreik und legten die Arbeit nieder. Die Fertigung konnte dank der hohen Solidarität der meisten BIA Mitarbeiter mit dem Unternehmen aufrechterhalten werden.

Die Streikenden wurden von IG Metall Funktionären vor dem BIA Tor mit dem bekannten Gemisch aus Falschaussagen, Halbwahrheiten und Versprechungen angeheizt. Die Mitarbeiter, die zur Frühschicht kamen, wurden zum Teil massiv am Betreten des Unternehmens behindert.

Die Vorgehensweise zeigt erneut, dass nicht das Wohl der BIA Mitarbeiter im Mittelpunkt der Aktivitäten steht, sondern dass die IG Metall im Wesentlichen eigene Interessen verfolgt. Offen wird dabei auch der massive Verlust von Arbeitsplätzen zur Durchsetzung der Ziele in Kauf genommen.“

Erstellt von am 05.02.2016.

10 Kommentare Solingen: BIA wehrt sich gegen Vorwürfe der IG Metall

  1. Peter

    05/02/2016 bei 15:46

    Ich bin geschockt. Wer den Film gesehen und die aggressive Agitation und dumme Argumentation der Marktschreier der IG Metall gehört hat, für den dürfte klar sein, dass bei der vorherrschenden Aggression, der nächste Schritt der Gewerkschaft ein Aufruf zur Gewalt gegen die Geschäftsleitung und gegen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die nicht dem Lockruf der IG Metall folgen, sein könnte. Schlimmer geht’s nimmer. Leute, passt auf was ihr da macht. Die Geschäftsleitung mag mit der unterschriftsreifen Argumentationshilfe zum Austritt aus der IG Metall einen bösen taktischen Fehler gemacht haben, aber so geht es auch nicht. Im Tennis würden man sagen „Spiel-Satz und Sieg IG Metall“. Hier wird mit der Unerfahrenheit der, sorry, „einfachen Arbeiterinnen und Arbeiter“, die vereinzelnd der deutschen Sprache noch nicht so mächtig sind um zu erkennen zu was eine Gewerkschaft fähig ist, ein gefährliches Spiel gespielt, welches sich am Ende für sie nicht unbedingt rechnet.

  2. Sinem

    05/02/2016 bei 16:29

    Mir hat ig Metall auch mehr Geld versprochen und gesagt alle machen mit ich hab auch mit gemacht aber die lügen!!!

    Ich bin raus gegangen und alle sollen raus gehen!!!

    BIA ist besser als wenn man schwere Arbeit macht und Geld ist auch ok aber mit ig Metall geht BIA kaputt!!!!

  3. #wirsindeinefamilie

    05/02/2016 bei 18:32

    Die Geschäftsführung der Fa.BIA hat in keinsterweise die Absicht gehabt mit der Aussage „Argumentationshilfe“ irgend einen Mitarbeiter zu diskrimnieren..ich komme aus der Produktion und bin ein Vertreter der 42 Nationen die bei BIA beschäftigt sind..durch die GF und der Personalabteilung wurde ich gefördert und befördert; wurde in meiner Not finanziell und durch einen von BIA bezahlten Pychologen unterstützt…diese Art von Hilfestellungen und andere sozialen Hilfeleistungen haben auch einige Mitarbeiter genossen..lasst uns bitte all das nicht vergessen und denkt dran..Wir sind BIA ( abgeleitet von einem Slogan..der Mauern zerfallen liess..und eine Einheit erschaffen hat)…wir sind eine Familie…

  4. Anti Streik

    05/02/2016 bei 20:58

    Liebe Geschäftsleitung, lasst euch nicht unterkriegen!

  5. M. De Roma

    05/02/2016 bei 22:52

    Danke an die Vorredner,
    wer so ein Video mit Marktschreiern ins Netz stellt
    hat in meinen Augen kein Niveau.
    Ich bin froh und Stolz diesem Verein nicht anzugehören.
    Wir sind BIA und nicht diese Marktschreier.

  6. Ein Solinger von einem anderen Kontinent

    06/02/2016 bei 02:04

    Ja die Gewerkschaften?

    Ich habe von 1970 bis 1980 in einem deutsch amerikanischen Unternehmen im Rheinland gearbeitet. Angefangen haben wir mit 20 / 30 Mitarbeitern, daraus wurden im Laufe der Jahre mehr als 1.000 Mitarbeiter.
    ungefähr 1975/6 wurde ich als AT Mitarbeiter in den Betriebsrat gewählt.
    Sofort kamen die Kollegen aus der Gewerkschaft auf mich zu und empfohlen mir in die IG Metall einzutreten.
    „Dann bekommst du eine bessere Gewerkschaftsausbildung und die für dich gebuchten Hotels sind 1. Klasse“
    Toll, aber ich blieb lieber bei meiner Anschauung und ließ mich nicht kaufen!
    Später wurde ich dann als Arbeitsnehmer Vertreter in den Aufsichtsrat dieser Firma gewählt und ich lehnte die mir zustehenden „Aufwandsentschädigungen“ ab.
    Das wäre für mich eine Annahme von Bestechung gewesen.
    Kommentar der IG Metaller: „Bist du blöd“?
    So isses!
    Interessant ist es in dem Zusammenhang vielleicht interessant George Orwells Roman der „Farm der Tiere“ zu lesen, den er 1945 in meinem Geburtsjahr geschrieben hat.

    https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwjRlcbG3-HKAhUHlZAKHc7JC0AQFggcMAA&url=http%3A%2F%2Fwww.william-tell.com%2Fdownload%2FOrwell%2FGeorge-Orwell-Farm-der-Tiere.pdf&usg=AFQjCNFtlvN0LudizLUsgUoqiP5VbrgELg&sig2=tDLkeDM-ihW95Z0GPp3PWA&bvm=bv.113370389,d.Y2I&cad=rja

    George Orwell hat auch seine Zukunftsvision 1984 geschrieben bereits 1949 veröffentlicht, heute Big Brother oder auch anders genannt.
    Eine für die damalige Zeiten wohl eine einmalige Konspirations-Theorie aber irgendwie auf die heutige Zeit gesehen passend. Auch als kostenloser Lesestoff im Internet zu bekommen. Aber etwas schwieriger zu lesen.

    Zurück zum Thema Gewerkschaften:
    sie waren vor langer Zeit wirklich notwendig um den damals angestellten und derzeit zum großen Teil unterbezahlten und unterversorgten Arbeitnehmern zu helfen.

    Seit meinen Erfahrungen in den Siebzigern, also vor mehr als 40 Jahren betrachte ich die Gewerkschaften als eine Schatten Regierung.
    In dieser Schatten Regierung sitzen die „gewählten“ Vertreter ganz Oben auf der Einkommensleiter und anderen Vergünstigungen, finanziert von der Basis dort Unten und manchmal von ein paar unsichtbaren Zusatzeinkommen von der Unternehmensleitung – da Oben,

    Denkt nach!

  7. Ahmet

    06/02/2016 bei 02:04

    Voraussetzung für eine ordentliche (oder gar außerordentliche) Kündigung ist, dass der Arbeitnehmer mit seinem Benehmen die Zusammenarbeit der Mitarbeiter untereinander oder mit dem Unternehmen derart stört, dass das nachhaltig negative betriebliche Auswirkungen hat.

  8. Ahmet&Simone

    06/02/2016 bei 02:35

    Lieber Gott lass Hirn vom Himmel regnen und nimm den Bedürftigen die Schirme weg. ,,,Es gibt ein paar Dinge im Leben die wirst du nie los!
    Der Staub auf deinen Möbeln,Bilder die du im Kindergarten gemalt hast und dumme Menschen….
    Vor allen Dingen dumme Menschen.
    Unfassbar schämen sollten man sich ?.? Leider das könnt ihr auch nicht??

  9. AHMET Memduh

    06/02/2016 bei 03:24

    Der Arbeitgeber BIA hat zum einen die Möglichkeit Unterlassungs- und Schadensersatzansprüche gegen Gewerkschaften, Funktionäre oder Arbeitnehmer in Form einer Klage oder einer einstweiligen Verfügung geltend zumachen. Dies ist nur möglich, wenn die Gewerkschaft zum Streik aufgerufen hat.

    Ist der Streik nicht von einer Gewerkschaft gedeckt, kann der Arbeitgeber zum anderen Sanktionen gegen die streikenden Arbeitnehmer verhängen. So kann der Arbeitgeber die Zahlung der Vergütung einstellen, den Arbeitnehmer abmahnen und gegebenenfalls kündigen. Denn Arbeitnehmern, die sich an wilden Streiks beteiligen kann dann auch außerordentlich gekündigt werden, wenn sie trotz mehrmaliger Aufforderung durch den Arbeitgeber die Arbeit nicht wieder aufnehmen.
    Das ist alles unfassbar …. Schämen sollte man sich . Ihr hab von bia alles bekommen sollte das der Dank sein

  10. !!!!

    06/02/2016 bei 12:05

    Schämt euch!!! Gerade die Mitarbeiter in der Endprüfung ihr wisst garnicht was arbeiten heißt!!! Quatschten hier, aufstehen dort, quatschen mit anderen, Kaffe holen wann ihr wollt, wärend der Arbeitszeit essen! Wärend der Arbeitszeit eure Brötchen bestellen, zu 3 auf Toilette weiter quetschen! Die Freiheit hat nun ein Ende!! Ich werde dafür Sogen das die Kaffe, Snack und Getränke Automaten verschwinden werden ihr habt alles kaputt gemacht!!! Ihr lernt jetzt zu spüren was arbeiten heißt!!! 10 sek. Kein Teil in der Hand zum prüfen sofort Ermahnung!. Ich verdien auch nicht das was mir zusteht aber dafür habe ich lieber ein sicheren Arbeitsplatz. Mein Motto wem es nicht passt soll gehen!! Keiner hält euch bei BIA auf! Schämt euch !!!!