Solingen: FBU fordert mehr Beachtung des Bürgerwillen

Ulrich_Hohn_FBUSolingen/ Dass die Industrie-Brache Rasspe entwickelt werden soll sei vernünftig, findet die FBU. Dass man aber weitere Freiflächen im Bereich Schrodtberg, grüne Erholungsbereiche erschließen will, um noch mehr Gewinn zu erwirtschaften, sei falsch.

Die Menschen, die in diesem Bereich wohnen, seien seit vielen Jahren schon einer hohen Belastung ausgesetzt. Sie lebten auch damit, dass es im Rasspegelände wieder neues Gewerbe geben werde. Aber darüber hinaus wäre eine weitere Belastung unverhältnismäßig und dazu komme, dass wir grundsätzlich den Flächenverbrauch erheblich reduzieren müssten, so die FBU.

„Aus unserer Sicht ist die Nachfrage nach Gewerbegebietsflächen eher als gering einzustufen. Das Gewerbegebiet Fürkeltrath I, mit ca. 3,5 Hektar, steht seit über 10 Jahren zur Verfügung und es liegt verkehrsgünstig direkt neben der A46.

Die FBU fordert hier mehr Beachtung des Bürgerwillen – eine Herausforderung, der sich der neue Oberbürgermeister stellen sollte“.

Erstellt von am 01.08.2015.

4 Kommentare Solingen: FBU fordert mehr Beachtung des Bürgerwillen

  1. S.Mai

    02/08/2015 bei 12:33

    Wenn die FBU einen eigenen OB-Kandidaten aufgestellt und die richtigen Themen besetzt hätte, wäre ihr ein schöner Wahlkampf und eine großartige Werbung für eine Politik jenseits der großen Parteien und Kulturzerstörer sicher gewesen.

    Am Ende hätte die FBU vielleicht sogar die Bonzenpartein blamiert, so wie es der junge Bürgermeister von Monheim vorgemacht hat, und Solingen hätte endlich wieder aufblühen können statt ashaltiert und betoniert zu werden.

  2. S.Mai

    03/08/2015 bei 02:45

    Beim Großbrand vom 19.07.2015 (Sonntag) wurde nicht nur eine Lagerhalle auf der Walder Schenkendorfstraße total zerstört, sondern auch die Anwohner in der Nähe des Gewerbegebietes wurden in Mitleidenschaft gezogen: die Bewohner des Hauses, das neben dem Gastank steht, durften erst am Dienstag (!!!) ihr Eigentum wieder betreten!

    Aber das geplante Gewerbegebiet in Stöcken (Rasspe) und am Schrodtberg soll angeblich nur etwas mehr Verkehrs-Lärm und -Gestank verursachen. Sehen die Politiker von der CDU bis zur SPD eigentlich nicht die vielfältigen Gefahren, welche von einem Gewerbegebiet für die Menschen in der unmittelbaren Nachbarschaft ausgehen, wenn es einmal richtig knallt? Auch das ist ein Argument gegen neue (!) Gewerbegebiete in der Nähe von alten (!) Wohnsiedlungen!

    Der Großbrand in Wald ist zum Glück für die Anwohner relativ glimpflich ausgegangen, aber es hätte auch ganz anders kommen können, wenn der Gastank explodiert wäre oder wenn in der Lagerhalle Chemikalien in Brand geraten wären und giftige Gase die Anwohner erstickt hätten!

    Am Schrodtberg ist die Natur noch intakt, und das soll auch so bleiben! Deshalb bin ich gegen das geplante Gewerbegebiet und gegen alle Perteien und Politiker, die unsere Umwelt zerstören wollen!

  3. Rüdiger

    03/08/2015 bei 15:35

    Prima,dann bauen wir halt woanders neue Industriegebiete.Nur nicht bei mir vor der Haustüre.Irgendwann stellen dann meine Kinder fest Oh ich habe keine Arbeit,weil keine Gewerbegebiete..Ich bin dafür das die Stadt stattdessen auf diesem Gelände Auffangeinrichtungen baut.Von diesen Gebäuden kann dann wenigstens keine Gefahr wie Brand oder Explosion ausgehen.Dann könnte die Innenstadt auch entlastet werden.Schöner als in der Natur kann man Flüchtlinge doch nicht Empfangen.

  4. S.Mai

    03/08/2015 bei 15:54

    @ Rüdiger:

    Entweder haben Sie den FBU-Text zu der Planung in Stöcken und am Schrodtberg nicht gelesen oder nicht verstanden:

    Die Menschen, die in diesem Bereich wohnen, seien seit vielen Jahren schon einer hohen Belastung ausgesetzt. Sie lebten auch damit, dass es im Rasspegelände wieder neues Gewerbe geben werde. Aber darüber hinaus wäre eine weitere Belastung unverhältnismäßig und dazu komme, dass wir grundsätzlich den Flächenverbrauch erheblich reduzieren müssten, so die FBU.

    „Aus unserer Sicht ist die Nachfrage nach Gewerbegebietsflächen eher als gering einzustufen. Das Gewerbegebiet Fürkeltrath I, mit ca. 3,5 Hektar, steht seit über 10 Jahren zur Verfügung und es liegt verkehrsgünstig direkt neben der A46. …“

    Es gibt also genug Freiflächen, die seit 10 Jahren nicht genutzt werden, und es gibt außerdem jede Menge andere Berufe außerhalb des flächenverbrauchenden Gewerbes.

    Vielleicht sollten Sie Ihren Horizont einmal erweitern?!