Solingen: Migranten wollen ein Zeichen setzen

Solingen/ Anlässlich der erschütternden Anschläge in Paris geben Vertreter des Integrationsrates, von Moscheen und Migrantenvereinen und dem Christlich-Islamischen Gesprächskreis Solingen eine Erklärung ab.

Als Vorsitzende und Delegierte von Migrantenvereinen und Religionsgemeinschaften verurteilen wir diesen abscheulichen Terroranschlag aufs Schärfste. Wir sind erschüttert und schockiert und gedenken der Toten. Unser Mitgefühl gehört ihren Angehörigen. Wir wissen, dass der Islam solche menschenverachtenden Taten nicht zulässt, denn er ist wie alle Religionen für Frieden und Toleranz.

Solche Anschläge gefährden die Demokratie, die Offenheit für einander, die Vielfalt und die Meinungsfreiheit in unserer Gesellschaft und sind neues Wasser auf die Mühlen der Islamfeindlichkeit und letztlich des autoritären Rassismus. Wir müssen wachsam bleiben und zusammenhalten. Durch unseren Zusammenhalt und eine offene Gesellschaft stellen wir uns gegen alle Extremisten und Fanatiker, die durch diese niederträchtigen Morde unsere Gesellschaft spalten wollen. Wir sind gegen Hass und Gewalt und für Begegnung und Dialog!

Aus diesem Anlass werden die Moscheen heute vor dem Freitagsgebet den Opfern mit einer Schweigeminute gedenken.

Unterstützer dieser Erklärung sind: Ditib Solingen: Osman Korkmaz, Vorsitzender und Sprecherin Keziban Altay; Ditib Solingen-Wald: Ruhan Canol, Gemeinde-Sekretär; Islamisches Zentrum Solingen e.V.: Kamal Bascho, Vorsitzender; Milli Görüs: Mehmed Acar, Vorsitzender; Christl-Islamischer Gesprächskreis: Doris Schulz, Vorsitzende; Integrationsrat Stadt Solingen: Hassan Firouzkhah, Vorsitzender, Oberbürgermeister Norbert Feith.

Erstellt von am 09.01.2015.