Solingen: Arbeitslosigkeit leicht gestiegen

Arbeitslosenquote Juli 2012Solingen/ „Mit Beginn der Sommerferien ist auch in diesem Jahr die Zahl der Arbeitslosen im bergischen Städtedreieck gestiegen. Dies ist absolut saisontypisch“, berichtet Katrin Kühnast, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Der leichte Anstieg ist zurückzuführen auf die Jugendlichen, die sich nach Ende der betrieblichen Ausbildung im vergangen Monat bei uns arbeitslos gemeldet haben. Der Anstieg ist aber nur vorübergehend“, weiß Katrin Kühnast „denn die ausgebildeten jungen Fachkräfte werden erfahrungsgemäß schnell wieder in Arbeit sein.“

Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal ist im Juli um 136 Personen moderat gestiegen. Damit sind nun 32.090 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 1.245 Personen weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Arbeitslosenquote im Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal bleibt im Juli konstant bei 10,1 Prozent (Juli 2013: 10,4 Prozent).

Im Juli wurden insgesamt 7.971 Männer und Frauen ohne Job im Rechtskreis SGB III von der Agentur für Arbeit betreut. Das sind 365 Personen mehr als im Vormonat und 617 weniger als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote ist im Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent leicht gestiegen. Im Rechtskreis SGB II, für den die Jobcenter zuständig sind, wurden in Solingen, Remscheid und Wuppertal 24.119 Arbeitslose betreut, 229 Personen weniger als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 628 Arbeitslose weniger. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote sank im Juli um 0,1 Prozentpunkte auf 7,6 Prozent.

Nach Personengruppen entwickelte sich die Arbeitslosigkeit unterschiedlich. Während für die anderen ausgewiesenen Personengruppen jeweils ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit im Juli verzeichnet werden kann, ist die Jugendarbeitslosigkeit um 256 Personen oder 8,2 Prozent auf 3.380 Arbeitslose im Alter von 15 bis unter 25 Jahre gestiegen. „Viele Jugendliche, die nach der Ausbildung nicht übernommen werden konnten, haben sich im Juli bei uns arbeitslos gemeldet. Für Unternehmen ist das nun die Gelegenheit, frischgebackene Fachkräfte zu rekrutierten“, so Katrin Kühnast. Im Vorjahresvergleich reicht die Spanne der Veränderungen der Arbeitslosigkeit bestimmter Personengruppen von -6,1 Prozent bei den 15- bis unter 25-Jährigen bis zu +1,5 Prozent bei Ausländern.

Regelmäßig weist die Bundesagentur für Arbeit die Unterbeschäftigung aus. Hier werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die als Teilnehmer von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen oder aus sonstigen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden. Die Unterbeschäftigungsquote blieb konstant bei 14,2 Prozent.

Auf dem Arbeitsmarkt im Bergischen Städtedreieck gibt es weiterhin viel Bewegung. Im Juli meldeten sich 5.846 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 987 mehr als vor einem Jahr*. Gleichzeitig beendeten 5.717 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 854 mehr als im Juni 2013*. 1.895 Männer und Frauen kamen im Juli zur Arbeitsagentur oder einem der Jobcenter im Bergischen Städtedreieck, weil sie Ihre Stelle verloren hatten. 1.545 haben nach Arbeitslosigkeit im Juli wieder eine neue Stelle antreten können.

Erstellt von am 31.07.2014.