Solingen: Streiks legen Callcenter lahm

180314_Warnstreik_2Solingen/ Die tariflichen Auseinandersetzung zwischen der Gewerkschaft Verdi und den Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes gehen auch morgen mit unverminderter Härte weiter. Bislang hat die Arbeitgeberseite noch kein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet.

Die Streiks betreffen ab morgen nicht nur den öffentlichen Personennahverkehr, auch zahlreiche städtische Einrichtungen werden bestreikt. Dem Streikaufruf der Gewerkschaft Verdi werden auch viele Mitarbeiter des Bergischen ServiceCenters folgen. Aus diesem Grund werden die Wuppertaler, Remscheider und Solinger Bürger dort morgen keine Auskünfte für ihre Stadtverwaltung erhalten.

Lediglich eine Bandansage weist auf den Streik hin. Anfragen könnten morgen nicht beantwortet werden, hieß es aus dem Rathaus.

Auch andere Einrichtungen betroffen

Aufgrund des Streiks wird es am morgigen Donnerstag, 27. März, keine Abfuhr des Restmülls geben. Die Tonnen werden auch nicht nachgeholt; es gibt also keine Verschiebung wie an Feiertagen, so die Verwaltung.

Stattdessen könnten bei der nächsten regulären Donnerstags-Leerung normale Müllsäcke neben die Tonne gestellt werden. Diese werden dann mit entsorgt, wenn die Menge die eines üblichen Haushaltes nicht übersteige. Die Abfuhr der gelben und blauen Tonnen erfolge entsprechend

des Abfallkalenders. Der Grünschnittcontainer fährt. Auch das Sperrgut werde am Donnerstag abgeholt. Ebenfalls vom Streik nicht betroffen ist die Mulchanlage im Bärenloch und das Müllheizkraftwerk.

Kitas und Klingenhalle zu

Geschlossen bleibt am Donnerstag die Kita Fuhr. Bei dringendem Bedarf werden Notplätze in anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Kindertagesstätten, die nicht voll bestreikt werden, halten einen Notbetrieb aufrecht.

Schulsport und Schulschwimmen kann am Donnerstag nicht stattfinden: Das Klingenbad und die Klingenhalle bleiben geschlossen. Die Schulen wurden informiert. Das Hallenbad Vogelsang ist vom Streik nicht betroffen und bleibt geöffnet.

Die Schulverwaltung weist darauf hin, dass Elternfür ihre schulpflichtigen Kinder eine sogenannte Bringpflicht haben. Streikende Busfahrer seien laut den Beamten kein Grund, deutlich zu spät

zur Schule zu kommen, jedoch könnten auch angestellte Lehrerinnen und Lehrer – etwa 200 an Solinger Grund-, Haupt- und Förderschulen – streiken.

Erstellt von am 26.03.2014.