Solingen: Anwohner gegen Gewerbegebiet

Von links: Monika Kemper, Sigrid  Stiehler, Marius Stiehler, Oberbürgermeister Norbert Feith, Klaus  Kemper, Kuno und Judith Schreiber Bild: Stadt Solingen

Von links: Monika Kemper, Sigrid
Stiehler, Marius Stiehler, Oberbürgermeister Norbert Feith, Klaus
Kemper, Kuno und Judith Schreiber Bild: Stadt Solingen

Solingen/ Eine Bürgerinitiative, die gegen das Gewerbegebiet Stöcken kämpft, hat am Dienstag Unterschriften an Oberbürgermeister Norbert Feith übergeben.

Das Gebiet zwischen Stöcken, Peter-Rasspe-Straße und Schrodtberg soll nach dem Willen von 544 Bürgerinnen und Bürgern nicht Gewerbegebiet, sondern Landschaftsschutzgebiet werden. Norbert Feith nahm am Dienstag in seinem Büro aus den Händen einer Delegation eine entsprechende Anzahl gleichlautender förmlicher Anregungen engegen.

Im Gespräch äußerten die Mitglieder der Delegation wie auch der Oberbürgermeister Verständnis für die jeweilige Position. Norbert Feith sagte zu, die Anregungen in die weiteren Planungsüberlegungen und -entscheidungen zum gesamtstädtischen Gewerbeflächenkonzept, zunächst in der Oktober-Sitzung des Hauptausschusses, einfließen zu lassen.

Erstellt von am 19.09.2013.

3 Kommentare Solingen: Anwohner gegen Gewerbegebiet

  1. Jochen Nordick

    20/09/2013 bei 12:06

    Da wittert ein ehemals junger und in der Kinder- & Jugendarbeit tätiger Kirchenmann gegen einen Spielplatz, da ja sein ach so teures und schwer erwirtschaftetes Eigenheim und seine himmlische Ruhe durch Ballspiele gestört werden könnten. „Ich hab ja nix gegen Kinder, AAABER….!!!!“

    Ja, und Arbeitsstätten wollen die auch nicht in ihrer Nähe. Nein, das geht nicht. Um Himmelswillen, da treibt sich ja dann Morgens um 5 und Abends um 23h das Arbeitende Gesindel durch die Straßen und erinnert uns täglich daran, wo der Scheiß eigentlich herkommt, den wir da jeden Tag kaufen und halb ungenutzt wieder wegwerfen. Und dann erst der Lärm und der Dreck! Näää!!

    Ja, verflucht noch mal, haben die eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Wer bitte schön, soll denn unsere Gesellschaft aufrecht erhalten und für uns sorgen, wenn nicht die arbeitende Bevölkerung bzw die heranwachsenden Kinder und Jugendlichen? In Florida mag es ganze Städte für Rentner und sehr Wohlhabende geben. Aber dieses Dummdreiste und auf das eigene Wohl bedachte, Kotzfreche Getue hängt mir sowas von aus dem Hals.
    Solingen braucht dringends mehr Arbeitsplätze. Es reicht ja schon, wenn unsere Stadtväter und -mütter am laufenden Band Mist mit der Ansiedlung neuer Industrien und Betriebe baut. Das müssen sich doch unsere Klein(geist)bürgerlichen doch nicht auch noch auf die Fahne schreiben.
    Unglaublich, wenn Spießertum und Neureiche den Natur- & Umweltschutz für sich und ihre Ruhe entdecken.

    Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.

    • Katrin W.

      21/09/2013 bei 13:02

      Da hat Herr Nordick wirklich Recht! In dieser Zeit ist sich jeder selbst der Nächste, man will Arbeitsplätze, aber bitte nicht in seiner Nähe. Man will Ökostrom, aber bitte keine Windräder in Solingen. Man will, dass die Renten sicher sind, aber bitte keine angeblich lärmenden Kinder in seiner Nähe. Kitas, Spiel- und Bolzplätze? Um Gottes Willen! „Rasen betreten verboten“, es könnte zu hören sein. Und es wird immer schlimmer. Sehr traurig! Die hier Angesprochenen sollten sich mal fragen, ob sie damit der Gesellschaft nicht sehr schaden und ob das nicht die Definition von „Asozial“ ist.

    • Bernhard Adler

      25/09/2013 bei 10:25

      Herr Nordick wohnt am wunderschönen Weinsberger Bach und hätte ganz bestimmt – und mit Recht – etwas dagegen, wenn dieses Stückchen Natur zubetoniert würde.

      Die Bürgerinitiative „Schützt den Schrodtberg!“ will den aktuell gefährdeten Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze schützen. Es geht hier um den irreversiblen Landschaftsverbrauch, und nicht wie Herr Nordick hier lautstark herumpöbelt, um die Verhinderung neuer Arbeitsplätze.

      In Solingen gibt es schon mehr als genug Gewerbegebiete und Industrie-Brachen. Diese müssen zuerst einmal genutzt werden, bevor weitere wertvolle Landschaften unwiderbringlich zerstört werden. Gewerbe und Industrie sind wichtig, aber selbst mit dem Opfer der letzten natürlichen Ressourcen durch verantwortungslose Politiker könnte ein wirtschaftlicher Aufschwung nicht erzwungen werden.

      Ausweislich seiner Homepage unterstützt Herr Nordick eine globale Kampagne gegen Armut und ein „Free Tibet“, was auch immer dies sei. Hoffentlich benutzt er dabei eine freundlichere Sprache als im Umgang mit seinen Solinger Mitbürgern.