Solingen: Bürgerinitiative informierte über Gewerbegebiet

BI Rettet das IttertalSolingen/ In der heißesten Zeit des Jahres konnten Touristen ihren Durst am Ende der Korkenziehertrasse stillen und sich über die Planungen zum Gewerbegebiet Fürkeltrath II informieren.

Die Bürgerinitiative „Rettet das Ittertal“ lud am Samstag 20.Juli Fahrradfahrer, Sportler und Wanderer zu einem erfrischenden Glas Wasser ein. Gleichzeitig erfuhren die Bürger, dass die wunderschöne Aussicht des Touristenmagneten Korkenziehertrasse nach dem Willen der Stadtplanung durch Bagger eingeebnet und als Gewerbegebiet verkauft werden soll. Dabei habe die Korkenziehertrasse nur zwei Stellen einen Panoramablick zu bieten, kritisierten die Aktivisten. Bäume weg, Beton her. Auch die Bioland-Bauern sollen gehen. Biobauer Ischebeck wird aber nicht gehen. „Das ist unser Land – seit vielen Generationen“.

Die Initiative „Rettet das Ittertal“ richtet sich gegen diesen, aus ihrer Sicht, nutzlosen Flächenfrass. Denn viele voll erschlossene Gewerbeflächen in Solingen seien ungenutzt oder würden angeblich aus Geldmangel nicht saniert und nutzbar gemacht. Diese Altlasten lege die Stadtplanung unseren Kindern auf die Schultern. Und gleichzeitig sollen neue Grünflächen geopfert werden. Dies sei eine schwere und teure Last, so die Initiative.

Auch die Folgen für das regionale Klima seien nicht absehbar. Ein von der Stadt Solingen vor Jahren beauftragtes Klimagutachten fordert: „keine Bebauung der Kuppenlagen der Talköpfe“ und warnt vor den Folgen einer weiteren Randbebauung des Ittertals. Durch die Bebauung der geplanten Gewerbegebiete im oberen und unteren Ittertal werde die Luft nicht mehr fließen und Schwüle wird Solingen, Haan und Hilden in den Würgegriff nehmen.

Fürkeltrath II soll das neue Gewerbegebiet am Ende der Korkenziehertrasse heißen. Und wie Fürkeltrath I werde es ein Geldgrab werden. Das sehr hügelige Gelände müsse aufwendig nivelliert werden. Es entstünden Kosten, die selbst dem Stadtrat vor der Entscheidung zu dem Bebauungsplan nicht vorher offen gelegt würden, kritisierten die Umweltschützer.

Erstellt von am 25.07.2013.