Solingen: „Nur Gemeinsam sind wir stark!“ – Tag der Arbeit 2013

Maikundgebung 2013_1Solingen/ Traditionell begangen die Solinger Gewerkschaften am 1. Mai den Tag der Arbeit – In diesem Jahr dem Motto: „Unser Tag. Gute Arbeit, sichere Rente, soziales Europa“.

Dazu begaben sich viele hundert Menschen auf den Platz, um unter Anderem den Reden der DGB-Stadtverbandsvorsitzenden Eckehardt Vogt und dem Verdi-Vorsitzenden, Dieter Keller, Oberbürgermeister Norbert Feith und als hochkarätigen Gast dem Bundesvorsitzenden der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (BAU), Klaus Wiesehügel zuzuhören.

Kurz nach elf Uhr, nachdem der Zug aus den verschiedenen Verbänden und Vereinen auf dem Neumarkt eintraf, ergriff Eckehart Vogt das Wort. Er wies auf die nach wie vor nicht rosige Lage auf dem Arbeitmarkt hin, das sich selbst das Land NRW unter dem Vorwand, sparen zu müssen, nicht an die Tariflöhne hielte. „Es arbeiten immernoch viel zu viele Menschen für zu schlechte Löhne, unter zu schlechten Bedingungen!“ so Vogt.

Oberbürgermeister Norbert Feith betonte die Bedeutung des ersten Mais in der deutschen Geschichte. Furchtbare Fehler seien um den 1./2. Mai 1933 geschehen. „Es gab zu wenig echte Demokraten, welche sich den Nationalsozialisten in den Weg gestellt haben. Doch die Mütter und Väter des Grundgesetzes haben daraus gelernt.“ Das Recht auf die Gründung von Gewerkschaften sowie die Versammlungsfreiheit wird durch das Grundgesetz geschützt.

Maikundgebung 2013_2Nach seiner Rede überreichte OB Feith, Klaus Wiesehügel das klassische Solinger Messer. Wiesehügel selbst wurde am 1. Mai geboren, was er selbst als Zeichen sieht: „Wenn man als Arbeiterkind am ersten Mai geboren wird, hat man die Gewerkschaftsarbeit sozusagen mit in die Wiege gelegt bekommen“. Nachdem er kurz über die Geschehnisse des 2. Mais 1933, die Ermordung und Deportierung von etlichen Gewerkschaftlern durch die Nationalsozialisten, sowie das nach wie vor existente rechte Gedankengut erzählte, bat er um eine Schweigeminute für die Opfer des Solinger Brandanschlages, sowie aller Anderen durch Faschisten und Rassisten umgekommenen Menschen.

Auch das Thema Eurokrise blieb nicht unangetastet: In den europäischen Ländern gibt es weit mehr arme Menschen, welche kaum noch für ihren Lebensunterhalt aufkommen können, doch dort gäbe es kein Hartz IV oder andere Existenzsicherungen wie in Deutschland. Wiesehügel beendete seine immer wieder von Jubel begleitete Rede mit einem klassischen: „Nur Gemeinsam sind wir Stark – Glück auf!“

Erstellt von am 02.05.2013.