Menschen mit Migrationshintergrund besser helfen

Laut Zuwanderungsstatistik 2010 leben in Nordrhein-Westfalen rund 4,3 Millionen Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, 356.000 sind älter als 65 Jahre. Diese Zahl wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stark ansteigen.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass sprachliche Barrieren auf der einen und mangelnde interkulturelle Kompetenzen auf der anderen Seite zu einer Fehl- und Unterversorgung der Betroffenen beitragen können. Trotz ihres Bedarfs an Unterstützung gibt es bislang nur wenige Angebote im Bereich der Altenhilfe, die auf die sprachlichen und kulturellen Bedürfnisse dieser Gruppen eingehen.

„Mit der Übersetzung der Checkliste ist ein wichtiger Schritt in Richtung kultursensible Altenhilfe getan worden. Denn nur so gelingt es uns, die Barrieren zu Angeboten der Altenhilfe für ältere Menschen mit Migrationshintergrund abzubauen und diesen Menschen den Zugang zu Informationen zu ermöglichen“, sagt Silke Niewohner, die Leiterin der Landesstelle Pflegende Angehörige in Nordrhein-Westfalen.

Die Checkliste ist in die Sprachen türkisch, russisch, polnisch, serbisch, kroatisch und bosnisch übersetzt worden. Sie gibt wichtige Hinweise und Tipps, nennt Ansprechpartner und Anlaufstellen. Außerdem gibt sie eine Übersicht dazu, woran im Fall einer Pflegebedürftigkeit zu denken ist. „Schritt für Schritt zur häuslichen Pflege“ steht in sechs Sprachen zum Download unter http://www.lpfa-nrw.de/informationsmaterialien.html
zur Verfügung.

Außerdem kann man die Checklisten in den gewünschten Sprachen bei der Landesstelle Pflegende Angehörige NRW kostenlos bestellen.

Erstellt von am 05.07.2012.