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Solingen jetzt offiziell Klingenstadt

Solingen/ Nun ist es amtlich: Klingenstadt ist nicht mehr länger nur ein schmückender Zusatz, sondern offizieller Bestandteil des
Städtenamens Solingen.

“Klingenstadt Solingen” wird deshalb bald auf den Ortstafeln und im dienstlichen Schriftverkehr zu lesen sein. Aus dem Innenministerum kam jetzt die Genehmigung auf einen Antrag der Stadt vom vergangenen
Dezember.

Zuvor hatte der Stadtrat die Namensänderung beschlossen. Den Weg für die Erweitung des Ortsnamens hatte der Landtag durch eine Änderung der Gemeindeordnung freigemacht. Viele Städte, so auch Solingen, erhoffen sich von der Umbenennung imageprägende Impulse und mehr
Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihren Heimatstädten.

Mit Solingen, dessen Oberbürgermeister den Antrag persönlich bei Innenminister Ralf Jäger abgegeben hatte, erhalten weitere zehn Städte die Genehmigung, Zusatzbezeichnungen zu führen, darunter Hagen als “Stadt der Fernuniversität”, die “Kolpingstadt Kerpen”, die “Hansestadt Wipperfürth” oder die “NRW-Klimakommune Saerbeck”.

Solingen hatte seinen Antrag mit dem weltweiten Ruf Solinger
Schneidwaren begründet: Die Gravierung “Me fecit Solingen” zierte schon im Mittelalter die Klingen hochwertiger Schwerter. Bis heute ist der Stadtname als Herkunftsbezeichnung und Qualitätmerkmal gesetzlich geschützt.

“Nur die in allen wesentlichen Herstellungstufen innerhalb des Solinger Industriegebietes bearbeiteten und fertiggestellten Schneidwaren, die zudem einen besonderen Qualitätsstandarf zu erfüllen haben, dürfen den Namen “Solingen” tragen.” Wie dem Bescheid des Innenministeriums zu entnehmen ist, muss die Stadt jetzt noch die “Hauptsatzung” ändern, in der wesentliche Organisationsfragen geregelt sind wie die Zuständigkeiten der Ratsausschüsse, die Art der
Bekanntmachung oder eben das Aussehen von Wappen und Siegel.

Das für Beglaubigungen und Beurkundungen erforderliche Dienstsiegel – es zeigt das Stadtwappen mit der Umschrift “Stadt Solingen” – muss die Stadt übrigens nicht ändern lassen. Auch alte Vordrucke muss die Verwaltung nicht wegwerfen: “Aus haushaltsrechtlicher Sicht ist es akzeptabel, noch vorhandenes Briefmaterial etc. erst noch aufzubrauchen.”, teilt das Innenministerium mit.

Geschrieben von am 20.03.2012.