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Plagiate – ein wirtschaftliches Übel

Solingen/Das noch relativ neue Plagiarius Museum im Solinger Südpark ist das etwas andere Museum. Die Plagiate sind hoch aktuell und interessant.

Bild: Peter Ned

Bedingt durch die Globalisierung nimmt die Produktpiraterie ständig zu, die Schäden der Verbraucher sind immens hoch und die Fälscher machen Gewinne in Milliarden Höhe.

Jetzt wurde der Plagiarius wieder auf der Frankfurter Messe Ambiente verliehen. Der kleine schwarze Zwerg mit der goldenen Nase ist symbolisch für die verantwortungslose Raffgier der Fälscher gedacht.

Das Solinger Museum klärt über die Zusammenhänge auf. Steht auf der einen Seite die Kopfarbeit der entwickelnden und kreierenden Unternehmen, werden die fertigen Produkte auf der anderen Seite ohne Skrupel eins zu eins übernommen. Früher legten die Fälscher Wert auf großen Wiedererkennungswert, also Ähnlichkeit, kupfern sie heute das fertige Produkt komplett ab. Bei Solinger Schneidwaren ist in Einzelfällen sogar die Verpackung absolut identisch.

Neben dem wirtschaftlichen Schaden für die Unternehmen birgt die Fälschung, ohne Sicherheitsstandart und/oder Kontrollen, auch noch lebensbedrohlichen Schaden für den Endverbraucher/Benutzer. Erwähnt seien an dieser Stelle nur Medikamente oder Ersatzteile für Flugzeuge und andere Verkehrsmittel.

Aber auch Kinderarbeit und andere Menschenrechte werden durch die Herstellung und den Kauf von Fälschungen direkt oder indirekt gefördert. Auch Solingen hat unter dieser Piraterie enorm zu leiden. Ob Kochmesser oder Bestecke, alles landet aus Übersee und Fernost in den Häfen und fügt dem Hersteller in der Klingenstadt Schaden zu.

Das Plagiarius Museum zeigt Originale neben Fälschungen und klärt über Herkunft und Herstellungsweise auf.

Museum Plagiarius
Bahnhofstraße 11
42651 Solingen
Tel.: +49(0)2 12 / 2 21 07 31

Öffnungszeiten:
Mittwoch – Samstag: 09:30 – 13:00 und 13:30 – 17:00 Uhr
Sonntag: 13:00 – 17:00 Uhr
Montag / Dienstag: geschlossen

Geschrieben von am 05.03.2012.